Mehrere HTC-Mitarbeiter festgenommen

Vorwurf der Industriespionage

Heute wurden in Taipei in Taiwan zahlreiche leitende Designer des Herstellers HTC festgenommen. Sie müssen sich den Vorwürfen der Industriespionage stellen. Zudem sollen sie falsche Angaben zu Geschäftsausgaben gemacht haben. Es heißt die Designer sollen geplant haben HTC zu verlassen, um mithilfe der gestohlenen Daten ein eigenes Unternehmen zu gründen. Unter den Festgenommenen finden sich auch HTCs Vizepräsident des Produktdesigns, Thomas Chien, sowie der Leiter von Forschung und Entwicklung Wu Chien Hung plus der Senior-Manager des Design-Teams, Justin Huang.

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Chien und Hung befinden sich in Gewahrsam, während die anderen auf Kaution freigelassen worden sind. Die Büros der HTC-Mitarbeiter wurden bereits offiziell durch die Polizei durchsucht. Anlass der Untersuchungen war offenbar ein Antrag des HTC-Vorstandsmitgliedes Cher Wong. Die genannten HTC-Mitarbeiter hatten sich für ihre geplante Firma sogar schon in China einen Namen gesichert: „Xiaoyu“. Sie wollten nach den nächsten Bonuszahlen durch HTC aus dem Unternehmen ausscheiden.

Chien soll dabei ertappt worden sein, wie er sich interne, sensible Daten zur neuesten Version der Android-Oberfläche Sense 6.0 kopierte und an externe Kontakte weitergab. Zudem haben Chien und die anderen Designer offenbar bei HTC Geld abgezweigt: Obwohl das Design des Smartphones HTC One intern entstand, beauftragten die Designer zusätzlich eine externe Design-Firma, welche HTC 334.000 US-Dollar in Rechnung stellte. Das Geld sollen sich die HTC-Mitarbeiter aber in Wahrheit selbst aufgeteilt haben.

Offiziell enthält sich HTC zu der gesamten Angelegenheit noch eines Kommentares. Man erklärt lediglich, dass die Untersuchung durch die zuständigen Behörde noch laufe. Ein Video zeigt die Festnahme:

Quelle: Engadget

André Westphal

Redakteur

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