Online-Bestellungen mit mehr Einschränkungen?

Versanddienstleister sind überlastet

Wer sich neue Hardware kauft, spaziert heute häufig nicht mehr ins Ladengeschäft, sondern vergleicht erst Preise online und schlägt dann beim günstigsten Händler zu, um sich die neue Technik bequem nach Hause liefern zu lassen. Das finden Händler gut – das finden Kunden gut. Weniger begeistert sind große Logistikunternehmen, die aktuell von Überlastung durch die Zunahme im Bereich der Online-Bestellungen sprechen. Rico Back, Geschäftsführer des Paketdienstes GLS, gibt zu Protokoll: „Wir brauchen einen Bewusstseinswandel. Onlinebesteller müssen sich ihre Sendungen selbst abholen.“

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Auch der Deutsche Paket Dienst (DPD) schlägt in diese Kerbe. Aktuell versucht man dreimal ein Paket zuzustellen. In Zukunft plant man eventuell nur noch einen Zustellversuch zu unternehmen und die Sendung dann zur Abholung in eine Service-Station gehen zu lassen.

Paketdienste sind überlastet, weil sie oft mit großen Händlern wie Amazon.de oder Zalando feste Zustellpreise vereinbaren, die weit unter den regulären Preisniveaus liegen. Auch hier finden Überlegungen statt, solche Abkommen in Zukunft aufzugeben. Erste Auswirkungen zeigen sich bereits – letzte Woche erst hat Amazon.de den versandkostenfreien Versand für Blu-rays abgeschafft.

In den USA verläuft die Entwicklung aktuell übrigens genau anders herum: Amazon.com erweitert seinen Service und will für Mitglieder von Amazon Prime in einigen Großstädten auch die Zustellung am Sonntag einführen. Das Projekt startet mit New York und Los Angeles. Die Ausweitung auf etwa Dallas und Houston ist bereits geplant.

Quelle: OnlineHaendler-News

André Westphal

Redakteur

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