Gesichtserkennungs-App für Google Glass

Recherchiert online nach dem Konterfei

Das amerikanische Unternehmen FacialNetworks hat für die Smartphone-Brille Google Glass eine Gesichtserkennungs-App namens NameTag vorgestellt. Deutsche Datenschützer dürften von der Software alles andere als begeistert sein: Die App soll laut Entwickler Kevin Tussy Gesichter scannen und dann nach entsprechenden Fotos suchen, um die Person zu identifizieren. Wer über NameTag nicht gefunden werden wolle, könne dies aber bald auf der Website des Entwicklers einstellen. Tussy betont, dass es bei NameTag nur darum gehe Leute leichter in Kontakt zu bringen.

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Laut Tussy sei es leichter Menschen kennenzulernen, wenn man mithilfe der Gesichtserkennung zusätzliche Informationen aus dem Internet abrufen und etwa einen Menschen auf sein Online-Profil in sozialen Netzwerken ansprechen könne. Zudem hat NameTag in den USA Zugriff auf eine online öffentlich einsehbare Datenbank mit Sexualstraftätern. Laut Tussy ließen sich jene mit NameTag erkennen, um ihnen aus dem Weg zu gehen.

Spannend ist, dass Google selbst aus Datenschutzgründen keine Gesichtserkennungs-Apps auf Google Glass erlaubt. Die Software NameTag scheint hier dank eines geschickten Umweges offenbar eine Ausnahme zu bilden.

Quelle: FacialNetwork(YouTube)

André Westphal

Redakteur

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