Free-To-Play doch keine Goldgrube?

Gamer sind wenig zahlungswillig

Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Free-to-Play-Modelle für Spiele wohl doch nicht die Goldgrube sind, die sich mancher Entwickler / Publisher erhofft. Die App-Test-Firma Swrve hat das Nutzungsverhalten von 10 Mio. Spieler über 90 Tage ausgewertet. Begonnen hat man mit der Evaluation im November 2013. Alle Spieler waren sozusagen Neukunden in den jeweiligen Apps – über 30 verschiedene Games hat man in die Studie einbezogen. 19 % der Spieler starteten die jeweiligen Titel nur ein einziges mal und 66 % hörten innerhalb der ersten 24 Stunden komplett auf zu spielen.

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Im Durchschnitt gaben die Spieler innerhalb der 90 Tage gerade einmal 45 Cents aus. Dabei ließen sich nur 2,2 % der Gamer überhaupt zu Ausgaben hinreißen. 46 % der Gesamteinnahmen entfielen auf die oberen 10 % dieser zahlungswilligen Zocker. Interessanterweise fanden 53 % der In-App-Käufe direkt innerhalb der ersten sieben Tage statt.

Die Studie zeigt, dass Free-To-Plays langfristig nur wenige Spieler halten und diejenigen, die am Ball bleiben, geben (wenn überhaupt) größtenteils nur wenig Geld aus. Der CEO der Firma Swrve, Hugh Reynolds, hat deswegen einen Rat für Free-to-Play-Entwickler parat: „Es ist ein wenig wie das erste Date: Wenn das ganze zu etwas führen soll, muss man sehr schnell einen guten Eindruck hinterlassen.“ Zudem sei es sinnvoll etwa Tutorials individuell an bestimmte Gamer-Kategorien anzupassen, den jeder habe andere Bedürfnisse. Spiele müssten sozusagen direkt auf das Nutzerverhalten reagieren.

Quelle: Re/Code

André Westphal

Redakteur

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