Pegatron prüft Vorwürfe der BBC-Dokumentation

"Apple's Broken Promises" hat Konsequenzen

Die BBC hatte eine sehr kritische Dokumentation über die Zuliefererkette des US-Konzerns Apple veröffentlicht. Tatsächlich zog der Beitrag enorme Kreise, so dass selbst CEO Tim Cook sich selbst als „tief verletzt“ bezeichnete. Einer der in dem Beitrag untersuchten und kritisierten Zulieferer, Pegatron Technology, will nun die Vorwürfe der BBC-Dokumentation genauer untersuchen. Laut des Beitrags müssen Arbeiter in Pegatrons Werken in China bei drakonischen Arbeitsbedingungen Überstunden weit über das gesetzlich zugelassene Maß ableisten.

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Laut Pegatron sei das Wohlergehen der eigenen Mitarbeiter jedoch von höchster Priorität. Man wolle daher den Vorwürfen der BBC nachgehen und Maßnahmen ergreifen, um Besserung herbeizuführen. Bereits jetzt würden die eigenen Fabriken regelmäßig inspiziert. Zudem gebe es offizielle Beschwerdekanäle für die Angestellten. 94 % aller eingereichten Probleme habe man 2014 innerhalb von drei Tagen klären können.

Genauer betrachtet, gibt Pegatrons Stellungnahme natürlich wenig her: Wenn Arbeiter aus Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes der Mut fehlt Beschwerden einzureichen, sagt es nichts aus, dass man die aufgetauchten Anmerkungen schnell bearbeiten konnte. Zumal die Art der Klärung offen bleibt: Es wäre demnach auch möglich, dass man 94 % der Beschwerden durch rigide Regelungen oder Entlassungen der Beschwerdeführer klären konnte. Trotzdem könnte Pegatron es natürlich auch ehrlich meinen. Die Zeit muss nun zeigen, ob sich die Arbeitsbedingungen tatsächlich verbessern.

Quelle: DigiTimes

André Westphal

Redakteur

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