Huawei spricht sich gegen 4K-Smartphones aus

Bildschirme würden zu viele Kompromisse erfordern

Im Smartphone-Markt gibt es seit mehreren Jahren eine Art Pixel-Inflation: Innerhalb der letzten Jahre stieg die Standard-Auflösung bei High-End-Geräten von 1280 x 720 Bildpunkten auf mittlerweile selbst die meisten 27-Zoll-Monitore übertreffende 2560 x 1440 Bildpunkte an. Tatsächlich soll es sogar von Seiten einiger Hersteller Pläne für die ersten Smartphones mit Ultra HD bzw. sogar 4K geben. Zumindest eine Firma sieht darin aktuell aber wenig Sinn. In einem Interview positioniert sich Huaweis Präsident der Smartphone-Abteilung, Kevin Ho, eindeutig gegen 4K-Smartphones.

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Ho erklärt, dass Ultra HD und 4K letzten Endes in erster Linie die Akkuleistung stark reduzieren würden, Anwender im Alltag aber kaum Vorteile aus der höheren Auflösung ziehen könnten. Dafür seien die Bilddiagonalen schlichtweg zu gering. Huaweis Manager mahnt, dass die Akkulaufzeit bei 4K-Displays an Smartphones vermutlich nur einen halben Tag betragen würde. Trotzdem grübelt Ho: „Vielleicht müssen wir Kompromisse eingehen. Für große Bildschirme ist 4K natürlich toll. Aber an Smartphones sprechen wir von Diagonalen von bestenfalls 6 Zoll. Da ist die Frage, ob unsere Augen noch den Unterschied wahrnehmen.“ Zumindest Huawei wolle deswegen lieber auf längere Akkulaufzeiten anstatt noch höhere Auflösungen setzen.

Ganz ausschließen wollte auch Ho 4K-Smartphones jedoch nicht. Man werde den Markt beobachten und mit Partnern zusammenarbeiten. Sollten Smartphones mit 4K durch die Kunden gewünscht sein und spürbare Mehrwerte bieten, könnte man darüber nachdenken.

Quelle: TrustedReviews

André Westphal

Redakteur

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