Nvidia ignoriert Beschwerden zu GeForce GTX 900M

Hersteller hält die Füße still, was gestrichene Übertaktungen betrifft

Wir haben bereits berichtet, dass Nvidia ab der Treiberversion 347.09 bei mobilen Grafiklösungen der Serie GeForce GTX 900M die bisher verfügbare Übertaktungsfunktion ersatzlos gestrichen hat. Der Hersteller selbst argumentiert, es habe sich von Anfang an um einen Fehler gehandelt und die manuelle Übertaktung sei nie so vorgesehen gewesen. Deswegen schütze man durch die Streichung der Übertaktungsfunktion letzten Endes nur die Nutzer vor Schaden. Trotz weiterer Kundenbeschwerden in den offiziellen Foren des Herstellers, hat sich Nvidia jetzt entschieden die Angelegenheit nicht mehr mit weiteren Antworten zu würdigen.

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Brisant daran ist, dass auch die Software von Partnern, etwa ASUS „Turbomaster“, nach Installation der neuen Treiber ihren Dienst versagt. ASUS wirbt aber immer noch für seine Chips mit der Möglichkeit der GPU-Übertaktung. Einige Nutzer haben sogar eine Petition ins Leben gerufen, um Nvidia dazu zu bringen das Übertaktungs-Feature zurück zu holen. Bisher haben allerdings weniger als 500 Teilnehmer unterzeichnet, so dass die Hoffnungen wohl eher gering sind.

Fragwürdig ist, dass Nvidias PR-Strategie aktuell darauf hinauszulaufen scheint bei Kontroversen einfach die Situation stillschweigend auszusitzen. So verfuhr der Hersteller exakt genau so im Bezug auf die Streitigkeiten um die Spezifikationen der GeForce GTX 970.

Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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