Wie mobile Endgeräte den Körper belasten

Studie der Universität Saarland gibt Aufschluss

Eine Simulation zeigt auf, wie die Verwendung von Smartphones und Tablets den menschlichen Körper bzw. dessen Muskeln und Gelenke belastet. So können sich etwa Daumen und Nacken bei langem Tippen an mobilen Endgeräten leicht verspannen. Im Rahmen einer Studie wurden zur genauen Auswertung der Belastungen mit Kameras die Bewegungen von Testpersonen präzise erfasst und in ein Programm übertragen, das den menschlichen Körper simuliert. Wer beispielsweise oft mit lang ausgestreckten Armen an Smartphone oder Tablet herumtippt, darf sich auf einen schmerzenden „Gorilla-Arm“ freuen.

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Für die Simulation kombinieren die Forscher das Motion-Capture-Verfahren, Kameraaufnahmen und eine biomechanische Simulation (siehe Bilder). So führen Probanden die strittigen Bewegungen vor. Anschließend können die Wissenschaftler sie in ihrer Software verarbeiten und wiederholen, um die langfristigen Effekte auf den Körper auszuwerten. Dabei bezieht das Programm etliche Faktoren ein: die Winkel, in denen die Gelenke stehen, die Kräfte, die auf die Gelenke zu jedem Zeitpunkt der Bewegung wirken sowie die Aktivierung und die Erschöpfung der Muskeln. Auf diese Weise lässt sich genau erkennen, an welchen Stellen und bei welcher Art von Bewegungen der Körper am stärksten belastet wird. Dies gibt auch Aufschlüsse über mögliche Lösungen für mehr Ergonomie.

Interessant ist die Studie und auch die Software für Designer von Geräten, Arbeitsmediziner und Firmen, in denen es viele IT-Arbeitsplätze gibt, die ergonomischer Verbesserungen bedürfen.

Quelle: UniSaarland

André Westphal

Redakteur

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