Google will Chrome OS ad acta legen

Android soll das Ruder auch an Notebooks übernehmen

Google bzw. der Mutterkonzern Alphabet will das Betriebssystem Chrome OS für sich zu den Akten legen. Offiziell bestätigt, ist diese Nachricht zwar noch nicht, doch das Wall Street Journal will diese Information aus verlässlichen Quellen erfahren haben. Googles Techniker hätten bereits seit rund zwei Jahren daran gearbeitet die Betriebssysteme zusammen zu führen. Allerdings soll das finale Ergebnis erst 2017 mit allen Details enthüllt werden. Eine erste Vorstellung solle es jedoch bereits 2016 geben. Das Ende des Chrome OS sei demnach beschlossene Sache.

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Die Gründe für Alphabets /Googles Entscheidung liegen nahe: Android befeuert mehr als eine Mrd. Smartphones und weitere Endgeräte. Es handelt sich aktuell um das verbreitetste Betriebssystem der Welt. Chrome dagegegen, das vor allem auf den Chromebooks werkelt, steht nur für 3 % der Marktanteile im PC-Segment. Durch die Abschaffung von Chrome kann man stattdessen das bei Usern bereits etablierte Android auf noch mehr Geräte bringen und Synergieeffekte nutzen.

So bestünde dann an Notebooks auch Zugriff auf den Google Play Store. Die Marke „Chrome“ werde dann nur noch für den Browser verbleiben. Zwar werde auch das offene Chrome OS weiter existieren und am Rande betreut werden bzw. für Hersteller zur Verfügung stehen, Google selbst werde sich aber auf Android für Laptops fokussieren.

Gerüchte zu einer möglichen Zusammenlegung von Android und Chrome kursieren bereits seit 2013. Denn seitdem ist Googles Sundar Pichai für beide Betriebssysteme verantwortlich und rückte die Teams bereits näher zusammen. Der neue Fokus auf Android würde es aber auch den Entwicklern leichter machen: Für jene lohnt es sich aufgrund der geringen Nutzerbasis derzeit kaum dedizierte Anwendungen für das Chrome OS zu erarbeiten.

Alles in allem klingen die Neuigkeiten des Wall Street Journals also glaubhaft und nachvollziehbar. Alphabet bzw. Google enthalten sich allerdings offiziell noch eines Kommentares.

UPDATE:
Kurz nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat Google die Einstellung des Chrome OS dementiert. Weitere Informationen finden sich in dieser News.

Quelle: WallStreetJournal

André Westphal

Redakteur

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