Ultra HD: Erste Titel enttäuschen technisch

Kein Rundum-Sound und hochskaliertes 2K-Material

Die bisher angekündigten Ultra HD Blu-ray sind rein von den technischen Spezifikationen her größtenteils eine Enttäuschung: So handelt es sich etwa bei fast allen Filmen nur um Upscales von 2K-Material. Das wird allgemein ein Problem des neuen, optischen Mediums bleiben, da das Gros der Hollywood-Produktionen zwar in hohen Auflösungen produziert wird, in der Post-Production aber bei digitalen 2K-Intermediates stecken bleibt. Nun gibt es den nächsten Dämpfer – und zwar bei den Tonformaten. Jene bleiben teilweise sogar bei der gleichen Codierung wie die DVDs stehen.

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Für Deutschland sind zwar ohnehin noch keine offiziellen Veröffentlichungsdaten genannt, aber etwa in Frankreich erscheinen Filme wie „Der Marsianer“ nur mit DTS 5.1. Es ist zu vermuten, dass der Vertrieb 20th Century Fox für Deutschland ähnlich vorgehen dürfte. Das Spielchen kennen Blu-ray-Fans bereits, die vorwiegend Synchronisationen nutzen. In der Regel wird nur der Originalton verlustfrei als DTS-HD Master Audio oder Dolby TrueHD angeboten, während die deutschen Tonspuren zumeist bei DTS oder Dolby Digital steckenbleiben und somit identisch zu den DVDs sind.

Spannenderweise spart sich 20th Century Fox laut Bildern der Verpackungen seiner Titel wie „Der Marsianer“ oder „Fantastic Four“ aber auch beim Originalton zuvor angekündigte Aufwertungen: So sind die Tonspuren der beiden genannten Titel nicht als Rundum-Varianten in Auro-3D, Dolby Atmos oder DTS:X codiert, sondern verbleiben bei DTS-HD Master Audio 7.1 – identisch zu den Blu-rays.

Pluspunkte wie HDR (High Dynamic Range) und verbesserte Kompression bleiben natürlich selbst bei den hochskalierten Titeln auf Ultra HD Blu-ray erhalten. Aus technischer Sicht verläuft der Start des neuen Formats allerdings eher holprig.

Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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