Bald mehr Heatpipes in Handys?

Samsung Galaxy S7 mit Heatpipe-Kühlung einer der Vorreiter

Heatpipes zur Kühlung sind aus Computern aller Art heutzutage nicht mehr wegzudenken. Man findet sie in CPU-Kühlern, auf Grafikkarten, teilweise auf Mainboards, in Notebooks etc., aber werden sie künftig auch in Smartphones eingesetzt? Samsung verwendet Heatpipes das erste Mal im Galaxy S7 und gilt in diesem Punkt als einer der Vorreiter.

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Samsung bringt zwei verschiedene Versionen von Galaxy S7 und S7 edge auf den Markt: eine mit Samsungs eigenem Exynos 8 Octa 8890 Prozessor und eine mit Qualcomm Snapdragon 820 CPU. Letztere wird in Nordamerika verkauft und setzt auf Heatpipe-Kühlung.
Heatpipes können Wärme sehr effizient von der Hitzequelle weg leiten, haben sich deshalb in der Computerkühlung schnell durchgesetzt und sind mittlerweile im PC-Bereich allgegenwärtig. Smartphones sind dagegen noch ein neues Feld für die Heatpipe-Hersteller, deshalb haben diese noch keine Standardverfahren für die Fertigung für den Einsatz in Handys. Die meisten Smartphone-Hersteller setzen für die Kühlung weiterhin auf Grafit in Kombination mit einem Metallgehäuse und entsprechenden Software-Methoden (im Extremfall Throttling bzw. Heruntertakten der Hardware).
Heatpipes für Smartphones erfordern deshalb momentan noch speziell angepasste Designs, was die Kosten erhöht. In Anbetracht der kurzen Lebenszyklen von Smartphones, bei denen die meisten Modelle oft nur 1-2 Jahre lang produziert werden, lohnt sich die Investition in Standardfertigungsverfahren von Handy-Heatpipes für die Hersteller nicht. Vermutlich werden Heatpipes in Smartphones deshalb auf absehbare Zeit noch selten bleiben.

Bildquelle: fujitsu.com

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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