Android N: Erste Version ist da

Höhere Energieeffizienz & neue Features wie mehrere Fenster

Es gibt neue Süßigkeiten von Google! Die erste Version (Developer Preview) von Android N wurde gestern etwas überraschend veröffentlicht. Entwickler können diese nun ausprobieren und ihre Apps darauf anpassen. Die neue Version (7.0) des mobilen Betriebssystems bringt ein paar neue Features mit und soll auch die Energieeffizienz erhöhen.

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Mit Android M (Marshmallow), später offiziell Android 6.0, wurde der Doze Modus eingeführt, bei dem das Smartphone oder Tablet in einen stromsparenden Schlafmodus versetzt wird, wenn das Display ausgeschaltet ist und das Gerät nicht bewegt wird. Das verlängert die Betriebsdauer. Mit Android N wird dieser Modus noch etwas erweitert: jetzt kann dies auch in Bewegung wie z.B. in der Hosentasche passieren. Das Handy wird dann nur ab und zu nach Aktualisierungen suchen. Einzelne Apps können dabei bestimmte Aktivitäten einstellen und priorisieren, die durchgeführt werden, wenn der Bildschirm aus ist.
Das Project Svelte zur Verbesserung der Performance wurde ebenfalls weiterentwickelt. Damit soll die Speichernutzung des Betriebssystems reduziert werden, was vor allem der Leistung günstiger Geräte mit einfacher Hardware zu Gute kommen soll.
An neuen Features ist vor allem Multi-Windows zu nennen. Samsung hat dies bereits bei seinem Android-Überzug eingeführt, künftig wird man auch bei normalem Android Apps in eigenen Fenstern öffnen können. Android N erlaubt frei schwebende Fenster, einen geteilten Bildschirm und sogar Bild-im-Bild. Letzteres ist vor allem für Fernseher mit Android interessant.
Bei den Benachrichtigungen gibt es gleich zwei neue Dinge. Zum Einen kann man mit Android N direkt auf Benachrichtigungen reagieren, z.B. sofort auf eine Nachricht antworten.
Android N ermöglicht außerdem die Gruppierung von Benachrichtigungen, d.h. die Entwickler können der App vorschreiben, dass sie nur noch ein Benachrichtigungssymbol anzeigt, auch wenn es ggf. viele Benachrichtigungen sind. Durch einen neuen Erweiterungsbutton oder mit einer 2-Finger-Geste kann man das „Gruppenbenachrichtigungssymbol“ dann öffnen und alle einzelnen Benachrichtigungen sehen.

Die Veröffentlichung von Android N kommt früher als erwartet in diesem Jahr. Laut Google wollte man es dieses Jahr etwas anders machen, mehr Feedback von den Entwicklern einholen und die neue Version im Sommer auch früher den Geräteherstellern zur Verfügung stellen. Die aktuelle Version befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium (Alpha) und ist nur für App-Entwickler gedacht, die diese auf Google-Geräten installieren können. Google stellt die Version für Nexus 5X, Nexus 6, Nexus 6P, Nexus 9, Nexus 9G, Nexus Player und Pixel C bereit. Anwendern wird allerdings davon abgeraten, denn Android N ist in diesem Stadium noch nicht alltagstauglich.

Der Codename für das neue Android ist übrigens immer noch offen. Bislang hatte Google immer Namen von Süßigkeiten verwendet wie „Ice Cream Sandwich“, „Jelly Bean“, „KitKat“ oder zuletzt „Marshmallow“. Es wird viel über Nutella spekuliert, aber Google selbst wollte das noch nicht bestätigen. Hiroshi Lockheimer, Vizepräsident bei Google, gab allerdings neulich vielsagend auf die Frage nach dem Namen von Android N zu Protokoll: We’re nut tellin‘ you yet.


Android N Geräte
Multi-Window
Zeitplan

Quelle: Android Developers Blog

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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