AMD Zen (erst) nur mit 8 Kernen

Zumindest anfangs keine Dual- oder Quad-Core Zen CPUs

Nach einem Bericht aus Italien unter Berufung auf anonyme Quellen wird AMD von den neuen Prozessoren auf Basis der „Zen“ Architektur nur Chips mit acht Kernen herstellen lassen. Zumindest zur Einführung bzw. in diesem Jahr. Das bedeutet, dass wir voraussichtlich nur CPUs mit acht oder sechs Kernen (2 abgeschaltet) sehen werden, aber keine Dual- oder Quad-Core Modelle.

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Das soll Geld sparen, weil nur ein einzelner Chip-DIE entwickelt und hergestellt werden muss. Aus dem 8-Kern-Chip lassen sich dann 8-Kern-Prozessoren machen oder 6-Kern-CPUs, wenn man bei der Überprüfung feststellt, dass einer oder zwei der acht Kerne fehlerhaft produziert wurden. Im schlimmsten Fall und bei sehr geringer Chipausbeute könnte es auch auf 4-Kern-CPUs hinauslaufen, aber das dürfte sich wirtschaftlich nicht rechnen.
Bei den Prozessoren mit acht und sechs Kernen könnte AMD – abgesehen von unterschiedlichen Modellen mit verschiedenen Taktfrequenzen – auch noch differenzieren, in dem man SMT bei den günstigeren Versionen abschaltet.

AMD hatte versprochen, dass die ersten Zen Prozessoren noch in diesem Jahr erscheinen werden. Im März wurde berichtet, dass das bereits im Oktober der Fall sein könnte, nachdem man lange Zeit mit Ende 2016 gerechnet hatte. Zumindest auf das vierte Quartal sollte es hinauslaufen.

Die Prozessoren mit Zen Architektur – CPUs und APUs – werden in 14-nm-FinFET-Technik gefertigt und sollen laut AMD 40 % mehr Befehle pro Takt ausführen können als die aktuellen CPUs dieses Herstellers. Es handelt sich hier um ein komplett neues x86 Prozessordesign, dass nicht nur auf neuen Fertigungstechnologien basieren wird, sondern auch mehr Kerne, SMT (Simultaneous Multithreading – analog zu Intels Hyper-Threading) und DDR4 Hauptspeicher unterstützt.

AMD Zen Überblick

Quelle: bits'n'chips

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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