Spezifikationen von AMD Polaris

Kein GTX 1080 Killer, aber gutes Verhältnis Leistung pro Watt

Übers Wochenende sind die Spezifikationen der kommenden Polaris Grafikkarten von AMD durchgesickert. Demnach dürfen wir ein Performance-Modell und eine Mainstream-GPU erwarten. Das schnellere Modell (auch als „Ellesmere“ bekannt) soll über 2048 Stream Prozessoren (Shader-Einheiten) verfügen wie die Radeon R9 380X.

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Gleichzeitig liegt der Stromverbrauch der Polaris 10 Grafikkarte aber deutlich unter den vorherigen Generation. Grund ist natürlich die Fertigung in 14-Nanometer-FinFET-Technologie statt der bisherigen 28-nm-Produktion. Die neue Grafikkarte soll unter 150 Watt liegen (vorherige Berichte sprachen von 110 bis 135 Watt), während die Radeon R9 380X bei 190 Watt liegt und größere „Hawaii“ Karten mit mehr als 250 Watt klassifiziert sind.
Außerdem soll die Leistung signifikant höher liegen durch höhere Taktraten. Mit den 2048 Shader-Einheiten sollen 5,5 TeraFLOPS erreicht werden, während die Radeon R9 380X „nur“ 4 TFLOPS erreicht. Selbst mit 2816 Stream Prozessoren erreicht AMD mit der aktuellen Generation nur bis zu 5,2 TFLOPS.
Dabei bleibt die Speichertechnik eher konservativ. Die Polaris 10 Grafikkarte soll über eine 256 bit breite Speicherschnittstelle verfügen und GDDR5 sowie GDDR5X unterstützen. 8 GByte soll der Standard sein und bei den ersten Modellen rechnet man mit GDDR5 mit 7 Gbit/s (1750 MHz).
Preislich soll die neue Polaris Grafikkarte bei 299 US-Dollar liegen – $70 über der Radeon R9 380X.

Das Polaris Mainstream-Modell (zuvor „Baffin“ genannt) soll dagegen über 896 Stream Prozessoren und einen Stromverbrauch von lediglich maximal 50 Watt verfügen. Das ordnet diese Grafikkarte in die Klasse einer Radeon R7 360 ein, aber man geht von einer Performance aus, die über einer Radeon R7 370 liegt. Die kleine Polaris soll mit 4 GByte Speicher an einem 128-bit-Interface kommen.

Entgegen letzten Berichten sollen die neuen Polaris Grafikkarten nun doch auf der Computex Anfang Juni offiziell vorgestellt werden.

Quelle: Techpowerup

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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