AMD erntet Kritik für holprigen Ryzen-Launch

Mainboards sind immer noch schwer verfügbar

AMD Ryzen Logo

AMD hat viel Lob für seine neuen Ryzen-Prozessoren erhalten, welche endlich wieder Schwung in den Markt für CPUs bringen. Jahrelang hatte Intel nämlich im gehobenen Segment praktisch keine Konkurrenz mehr. Doch es wird auch vermehrt Kritik an AMD für den Launch laut: Denn während es kein Problem ist, einen Prozessor zu ergattern, sind die Mainboards unabhängig vom Hersteller nur sporadisch verfügbar. AMD erklärt jenes mit einer hohen Nachfrage, doch anonym soll der Mitarbeiter eines Mainboard-Anbieters eine andere Meinung geäußert haben: AMD habe den Launch schlecht koordiniert, schlecht kommuniziert und seine Partner zu wenig unterstützt. Deswegen habe man nicht rechtzeitig ausreichende Stückzahlen produzieren können.

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Etwa sei das Timing kurz nach dem chinesischen Neujahr denkbar ungünstig gewesen. AMD habe laut der Quelle vergessen, wie man einen CPU-Launch durchführe. Man habe die Veröffentlichung eher analog zu einer Grafikkarte abgewickelt, was dazu geführt habe, dass man das breitere Ökosystem rund um die Ryzen vernachlässigt habe. Deswegen seien nun eben auch zwar die Prozessoren lieferbar, die Mainboards aber von Lieferengpässen geplagt. Auch die Kinderkrankheiten rund um die Performance der AMD Ryzen in manchen Szenarien seien dadurch entstanden, dass AMD sich mit seinen Partnern viel zu wenig abgestimmt habe.

AMD selbst hat sich zu den Äußerungen der Quelle bisher nicht geäußert. Aber dass der Launch von Ryzen von einigen Problemen überschattet gewesen ist, kann man nur schwer abstreiten.

Quelle: LegitReviews

André Westphal

Redakteur

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