Intel MCM mit AMD Vega im Bild

Kompaktes Mainboard mit neuem Intel MCM aufgetaucht

Letzte Woche erst hatte Intel ein neues Produkt angekündigt, bei dem eine Core CPU und ein Radeon Vega Grafikchip in einem Multi-Chip-Modul (MCM) kombiniert werden. Nun ist bereits ein Bild eines entsprechenden Mainboards aufgetaucht und dieses bestätigt, dass das MCM nicht nur für flache und leistungsfähige Notebooks gedacht ist.

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Das MCM nennt Intel „Kaby Lake-G“ und soll einen Kaby Lake-H Quad-Core Prozessor mit einem Grafikchip auf Basis von AMDs Vega Architektur plus HBM2 enthalten (High-Bandwidth Memory der 2. Generation).
Ursprünglich waren flache Notebooks mit besserer Gaming-Performance als Ziel ausgemacht, aber das in den letzten Tagen im chinesischen Chiphell-Forum erschienene Bild zeigt ein kompaktes Mainboard mit einem dieser MCMs, das definitiv für einen kleinen PC und nicht für ein Notebook gedacht ist. Die Größe des Mainboards scheint etwas kleiner als Mini-ITX zu sein und lässt auf den Einsatz in einem der Intel NUC (Next Unit of Computing) schließen – vermutlich als Nachfolger des „Skull Canyon NUC“ aus dem letzten Jahr.

Intel Mainboard mit MCM (Core CPU und Vega GPU)

Das Mainboard zeigt zwei Gruppen von Spannungsreglern, vermutlich jeweils einen für CPU und GPU. Es gibt zwei Speichersteckplätze für DDR4 SO-DIMM Module für die Dual-Channel Architektur der Intel Core CPU sowie einen M.2 Steckplatz für eine NVMe SSD. Außerdem sind noch zwei SATA 6G Anschlüsse für weitere Festplatten vorhanden. Es gibt auch noch eine Reihe von externen Anschlüssen, aber auf dem Bild sind diese leider nicht zu identifizieren.
Auch nicht zu sehen ist der mit Spannung erwartete Kühler des MCM, denn schließlich muss dieser sowohl CPU als auch Grafikchip und -speicher abdecken.
Gerüchte sprechen der MCM-Grafikeinheit übrigens eine mögliche Performance zu, die sich auf dem Niveau einer Radeon RX 570 bzw. zwischen GeForce GTX 1060 und 1050 Ti befinden könnte. Das ist trotz AMD Vega kein Überflieger, aber trotzdem noch deutlich besser, als was Intel bislang an eigenen Grafikeinheiten zu bieten hatte.

Quelle: Chiphell

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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