Chuwi Hi9 Air im Test: Viel Tablet für wenig Geld

Für weniger als 200 Euro sind Dual-SIM, 2560x1600 Bildpunkte und Android 8.0 drin

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Der chinesische Hersteller Chuwi wagt sich mit seinen Geräten, vorwiegend Notebooks und Tablets, in einen aggressiven Preis-Leistungskampf mit anderen Herstellern. Dabei setzt man sich es auch zum Ziel, importierfreudige Kunden im Westen zu erreichen. In diese Kerbe schlägt dann auch das Chuwi Hi9 Air. Es handelt sich um ein Tablet mit 10 Zoll Diagonale und für den Preis zugkräftigen, technischen Daten.

Einführung

Chuwi möchte seit jeher auch gerne Kunden in westlichen Gefilden gewinnen. Deswegen war der Hersteller 2017 beispielsweise auch durch diverse Messen getingelt, darunter etwa die IFA in Berlin. Dieses Jahr hat der Anbieter mit dem Chuwi Hi9 Air ein Tablet veröffentlicht, das mit seinen technischen Daten zum ausgerufenen Preis von aktuell etwa 175,20 Euro bei unserem Partnershop GearBest auf dem Papier recht attraktiv wirkt. Zumal ab Werk bereits Android 8,0 (Oreo) vorinstalliert ist. Leider kann man dies derzeit beileibe noch nicht bei allen mobilen Endgeräten voraussetzen – bei Tablets noch weniger als bei Smartphones.

Chuwi Hi9 Air

  • Bildschirm: 10,1 Zoll, IPS-Panel, 2560×1600 Pixel
  • Prozessor: MediaTek Helio X20 (MT6797) (Deca-Core mit zweimal 2,1 GHz Cortex-A72; viermal 1,85 GHz Cortex-A53 und viermal 1,4 GHz Cortex-A53)
  • GPU: ARM Mali-T880 MP4 mit 700 MHz Takt
  • RAM und Speicher: 4 GByte LPDDR3 / 64 GByte eMMC
  • Hauptkamera: 13 Megapixel
  • Front-Kamera: 5 Megapixel
  • Akku: 8.000 mAh (fest verbaut)
  • Betriebssystem: Android 8.0 (Oreo)
  • Schnittstellen: Wi-Fi 802.11 ac, Bluetooth 4.0, GPS, Micro-USB, microSD, 3,5-mm-Audio, Dual-SIM, 4G LTE
  • Abmessungen / Gewicht: 241,7 x 172,0 x 8,2 mm / 550 g
  • Preis: ca. 175 Euro

Die technischen Daten lesen sich gefällig. Etwa ist die Auflösung von 2560×1600 Bildpunkten in dieser Preisklasse ungewöhnlich, in der das Gros der Konkurrenz auf 1080p setzt. Das Helio X20 SoC von MediaTek ist zwar schon etwas älter, es stammt aus dem Jahr 2016, bietet aber immer noch eine solide Mittelklasse-Leistung. In Verbindung mit 4 GByte LPDDR3-RAM sollte das Hi9 Air also durchaus dem Alltag der meisten User standhalten.

Ob jenes auch auf die Verarbeitung und Ausstattung zutrifft? Das prüfen wir sogleich im nächsten Abschnitt. Anschließend führen wir einige Benchmarks durch und sagen auch etwas zur Performance im Alltag. Es folgen unsere Eindrücke des Bildschirms und der Kamera, bevor wir ein Fazit ziehen.

André Westphal

Redakteur

6 Antworten

  1. MiniMax sagt:

    Gibt es wirklich eine ins Gewicht fallende Anzahl von potentiellen Käufern, die ausgerechnet bei einem Tablet Dual-SIM haben wollen. Wie die meisten Nutzer habe ich in keinem meiner Tablets auch nur eine einzige SIM-karte.
    Wenn das Teil schon glänzen soll mit einem schönen und vor allem hochauflösendem Display ist die Unterversorgung durch den billigen Mittelklasse-Chip sträflich. Denn andere ähnliche Tablets ruckeln halt nicht.
    Das Chuwi Hi9 Air ist mal wieder herstellertypisch unvernünftig unausgewogen.

  2. oxe23 sagt:

    Meine ich das nur oder sieht der Display-Rahmen auf dem Bild auf eurer Startseite schmaler aus als innerhalb des Artikels? Das war für mich der Anlass hier mal rein zu schauen…

    • Das Bild auf der Startseite ist ein offizielles Produktbild vom Hersteller. Dort werden die Geräte natürlich immer am vorteilhaftesten abgelichtet…

  3. MiniMax sagt:

    Nein, die Geräte werden bei chinesischen Firmen nicht nur „am vorteilshaften abgelichtet“, sondern regelmäßig auch glatt verfälscht. Die Ränder kleiner zu photoshopen ist business as usual.

    • oxe23 sagt:

      Ich würde es für angebracht halten, offensichtlich „optimierte“ Pressefotos nicht zu verwenden – das ist doch nur irreführend.

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