AMD Zen 2: Ryzen nach EPYC

EPYC & Vega aus 7-nm-Fertigung haben Tape-Out abgeschlossen

AMD Zen Prozessor

Nach der Bekanntgabe des letzten Quartalsergebnisses hat AMD im Gespräch mit Investoren und Analysten einige seiner Pläne zur kommenden „Zen 2“ Mikroarchitektur umrissen. Demnach sollen bei der nächsten Generation aus der 7-nm-Fertigung die Ryzen Desktop-CPUs erst nach den EPYC Server-CPUs erscheinen. Das war bei der ersten Generation noch umgekehrt.

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Damit werden wir auf die neuen, wahrscheinlich mit doppelter Anzahl an Kernen ausgestatteten AMD Ryzen Prozessoren aus der Produktion in 7-Nanometer-Technologie noch etwas warten müssen. Diese Desktop-CPUs kommen definitiv nicht mehr dieses Jahr und wohl auch nicht vor dem Frühjahr 2019.

AMD-Chefin Lisa Su äußerte sich auch zu den ‚Rome‘ Chips aus der 7-nm-Herstellung, die die Basis für die zweite Generation der EPYC CPU-Serie mit „Zen 2“ Mikroarchitektur darstellen. Bei den Server-CPUs überspringt AMD nämlich ‚Zen+‘ und die 12-nm-Fertigung, nicht wie bei Ryzen und Threadripper, deren zweite Generation genau diesen Zwischenschritt mitmacht. Nun heißt es von Seiten AMDs, dass die neuen EPYC Chips bereits ihr Tape-Out hinter sich gebracht haben und die ersten Muster an die Partner von AMD zum Testen und zur Validierung ihrer eigenen Produkte geschickt werden. Die ersten EPYC Lösungen sollen nächstes Jahr erscheinen.

Die 7-Nanometer-Fertigung wird darüber hinaus auch für neue ‚Vega‘ Grafikchips genutzt und auch diese haben ihr Tape-Out abgeschlossen. Im kommerziellen Bereich sollen die ersten Vega GPUs noch in diesem Jahr erhältlich sein. Für Gaming-Grafikkarten wird es dagagen noch etwas dauern, aber AMD hat sich dazu noch nicht genauer geäußert.

Eine direkte Antwort auf die kommenden Intel Core i7 und i9 Desktop-CPUs mit acht Kernen aus der 14-nm-Produktion hat AMD nicht parat und hält dies wohl auch auch nicht für notwendig angesichts ihrer aktuellen Ryzen und Ryzen Threadripper CPUs der zweiten Generation aus der 12-nm-Fertigung. Eventuell wird es höher getaktete Versionen geben wie einen eigentlich noch ausstehenden Ryzen 7 2800X oder die Preise werden entsprechend angepasst, wenn Intels neue CPUs erhältlich sind. Ein schneller Ausbau der Kernstruktur ist nach den Aussagen von Lisa Su jedenfalls sehr unwahrscheinlich, denn ‚Rome‘ war die einzige CPU-Entwicklung, die die AMD-Chefin explizit nannte.

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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