GeForce RTX Chips in 2 Versionen

Einmal Standard, einmal geeignet für ab Werk übertaktete Grafikkarten

In der Vergangenheit hatte Nvidia pro GeForce Grafikkartenmodell immer nur einen Grafikchip, unabhängig von den Taktraten. Der Treiber für die neuen GeForce RTX offenbart aber jeweils zwei Geräte-IDs für jedes Modell und nach Auskunft diverser Quellen unterscheiden sich diese in der Eignung für ab Werk übertaktete Grafikkarten.

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Die meisten Grafikkartenhersteller wie ASUS, Gigabyte, EVGA, MSI etc. bieten ihre jeweiligen GeForce Modelle mit verschiedenen Taktraten an, um sich von der Konkurrenz etwas abzusetzen. Man denke nur an die neuen GeForce RTX Grafikkarten von Zotac, die es als „Blower“, „Triple-Fan“, „AMP!“ und „AMP! Extreme“ geben wird (siehe Bild oben).

Bislang hatte jede GeForce GPU von Nvidia eine bestimmte Geräte-ID, egal ob es sich um eine „Founder’s Edition“ oder ein „WindForce-Modell“ von Gigabyte oder ein Einstiegsmodell im Referenzdesign handelt. Der bislang nur an ausgewählte Tester verteilte GeForce 411.51 Grafiktreiber für die GeForce RTX Grafikkarten listet aber zwei Geräte-IDs pro GeForce RTX Modell auf, wie diesem Bild zu entnehmen ist.

Eine GeForce RTX 2080 Ti kommt entweder mit einem TU102-300 Grafikchip oder dem teureren TU102-300-A. Letzterer ist für die von den Grafikkartenherstellern angestrebte werkseite Übertaktung geeignet, während der einfache TU102-300 für Standardmodelle mit von Nvidia vorgegebenen Taktraten zum empfohlenen Verkaufspreis gedacht ist. Overclocking ab Werk sei für diese Variante verboten.
Der Anwender kann seine GeForce RTX mit TU-300 Chip natürlich weiterhin selbst übertakten, aber eben nicht die Hersteller, um diese zu höheren Preisen anzubieten. Voraussichtlich ist der Übertaktungsspielraum dieser TU-300 Modelle auch nicht ganz so hoch wie bei den TU-300-A Versionen. Außerdem ist es durch die unterschiedlichen Geräte-IDs nicht mehr möglich, das BIOS einer werkseitig übertakteten Grafikkarten auf ein Standardmodell zu flashen.

Allem Anschein nach sind sowohl die bisher aufgetauchten GeForce RTX Founder’s Edition als auch diverse RTX-Herstellermodelle mit den TU-300-A Chips ausgestattet. TU-300 Modelle zu günstigeren Preisen werden wohl noch folgen.

Quelle: TechPowerUp

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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