360 S6 im Test: Ein Roboter-Staubsauger putzt sich durch - Seite 4

Konkurrent des Roborock S50 überrascht mit tollem Preis-Leistungsverhältnis

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Der 360 S6 in der Praxis

Der 360 S6 flitzt ähnlich wie der Roborock S50 nach einem eigenen System durch die Bude und fertigt dabei zu Anfang eine präzise Karte der Umgebung an, auf die er später zurückgreifen kann. Auch Veränderungen der Umgebung finden dabei natürlich direkt Berücksichtigung. Innerhalb der App kann man die Wege des kleinen Helferleins dann natürlich nachverfolgen.
Während seiner Arbeit sorgt der 360 S6 für eine nicht zu vernachlässigende Geräuschkulisse. Wer also annimmt, er könnte nebenbei Fernsehen oder Musik hören, während der Sauger durch die Gegend fleucht, sollte diesen Plan überdenken. Zumindest im gleichen Zimmer zu sitzen, wird dann schnell anstrengend.

Teppiche erkennt der 360 S6 übrigens automatisch und kann bei der Überquerung die Leistung erhöhen. Wobei der Roboter bei Langflor kapitulieren muss und sich darin gerne verheddert. Dann kann er sowohl über die App benachrichtigen als auch verzweifelt per Sprachausgabe direkt aus dem Robo um Hilfe ersuchen. Hievt man den Roboter dann aus der Misere, setzt er seinen Weg ohne weitere Traumata fort.
Gegen Möbel knallte der S6 dank seines Laser-Sensors in unserem Test nie. Gut, kurz kuschelte er beim ersten Reinigungsvorgang mit einem Sofa, aber auch das geschah sehr behutsam, denn vor Hindernissen verlangsamt der Roboter automatisch sein Tempo. Treppen und Absätze erkennt der 360 S6 über seine Sensoren ebenfalls und hält sich somit automatisch von jenen fern bzw. macht kehrt.

Staub, Krümel und anderen Dreck nimmt der Staubsauger-Roboter zielsicher mit. Die beiden Bürsten kehren den Unrat vor den 360 S6, welcher alles dann in sich hineinschlürft. Lediglich wer Haustiere mit hartnäckigen Haaren besitzt, sollte überlegen, ob der Robo hier ausreichen wird.
Ein Pluspunkt ist dabei, dass der 360 S6 – genau wie der Roborock S50 – auch wischen kann. Dafür befestigt man einen zusätzlichen Mopp plus Wassertank. Aus dem Tank tropft das Putzwasser während des Reinigungsvorgangs fortwährend nach. Diese Funktion ist aber mehr ein kleiner Bonus, denn hartnäckige Verschmutzungen wird man so gewiss nicht los. Dafür fehlt dem Roboter schlichtweg der Druck bzw. die Reibung.

Schickt man den 360 S6 zum Wischen aus, sollte man vorher aber darauf achten, etwaige No-Go-Areale festzulegen. Sonst wischt der Roboter nämlich auch gnadenlos die ausgelegten Teppiche mit. Allerdings hat der Hersteller hier einen kleinen Fehler begangen: Beim Roborock S50 sitzt vor der Ladestation eine zusätzliche Matte, auf welcher der Sauger parkt. Das ist gerade dann gut, wenn er mit dem nassen Mopp an einer Stelle verharrt und sich Feuchtigkeit sammelt. So eine Matte fehlt beim 360 S6. Daher sollte man den Roboter entweder nur zum Wischen einsetzen, wenn man den Mopp danach direkt selbst entfernen kann oder aber selbst eine dünne Matte vor der Ladestation auslegen mag.

André Westphal

Redakteur

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