360 S6 im Test: Ein Roboter-Staubsauger putzt sich durch - Seite 3

Konkurrent des Roborock S50 überrascht mit tollem Preis-Leistungsverhältnis

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Die App 360 Smart

Die App für den 360 S6 gibt es für sowohl Apple iOS als auch Google Android. Wir haben die Android-Version auf einem Xiaomi Mi 8 (hier unser Test) verwendet. Gleich zu Beginn nervt etwas, dass sich die App allerlei Rechte zusammenraffen will, bei denen nicht immer ganz nachvollziehbar ist, was die Anwendung damit anstellen möchte. Warum die App etwa Zugriff auf die Kontakte wünscht, ist fraglich. Vor der Verwendung muss man sich außerdem ein Konto einrichten, welches man per Code, den man über eine SMS erhält, verifiziert. Klappte bei uns tadellos.

Leider ist die App „360 Smart“ nicht auf Deutsch zu haben, sondern steht lediglich auf Englisch zur Verfügung. Nach der Installation muss man den 360 S6 nun ins WLAN-Netzwerk einbinden, was ebenfalls über die App geschieht. Das Prozedere läuft relativ einfach ab, ähnlich wie die Kopplung eines Bluetooth-Geräts. In unserem Fall erhielten wir dann auch nach Verbindung direkt ein Firmware-Update, dessen Changelog allerdings nur in Chinesisch zu sehen gewesen ist. Updates lassen sich wiederum nur aufspielen, wenn der Roboter in der Ladestation Platz genommen hat. Das ist eine sinnvolle Maßnahme, um Querelen zu vermeiden.

Die App „360 Smart“ bietet dann die Möglichkeit, die Saugkraft des Roboters auf 800, 1300 oder 1800 pa zu regeln, was natürlich auch die Lautstärke entsprechend senkt bzw. erhöht. Außerdem kann man hier die Arbeitszeiten planen, den Akkustand einsehen, gespeicherte Karten betrachten und auch die Benachrichtigungen konfigurieren. Wer seinen Roboter in der zugestellten Wohnung vermisst, kann ihn auch veranlassen „I am here“ zu rufen. Zudem ist es möglich, den 360 S6 selbst über die App zu lenken. Auch lassen sich hier beispielsweise Uhrzeiten festhalten, in denen der Staubsauger nicht auf Tour gehen darf.

Speziell die Planung der Zeiten, bei der sich z.B. einstellen lässt, mit welchen Saugeinstellungen der 360 S6 zu Werke gehen soll, ist benutzerfreundlich gelöst. Etwa kann man auch einstellen, dass der Robo jeden Abend loslegen soll, am Wochenende aber eine Pause einlegt. Praktisch ist auch, dass man innerhalb der App sehen kann, wie lange der Roboter wohl noch brauchen wird, um die Reinigung abzuschließen. Rechnet man mit Besuch, kann man ihn dann also auch rechtzeitig zum Pausieren auffordern.

Außerdem zeigt die App eine History an, die darstellt, was der S6 bisher so bewältigen musste. Klar, dass man dem 360 S6 in der App auch neue Namen zuweisen kann. Zudem stellt die App dar, wann die Filter und Bürsten voraussichtlich Wartung benötigen. Darauf kann der Roboter zusätzlich auch mit einer Benachrichtigung aufmerksam machen.

Alles in allem gibt es an der App für den 360 S6 wenig auszusetzen. Bugs oder Abstürze konnten wir im Testzeitraum jedenfalls nicht verzeichnen. Das einzige, was man eben vermisst, ist eine deutsche Übersetzung.

André Westphal

Redakteur

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