Intel „Ice Lake“ angeblich mit hoher Leistung

Inoffizielle Einzelkern-Benchmarks von neuer 10-nm-CPU beeindrucken

Nachdem Intel bereits Anfang Mai angekündigt hatte, die ersten „Ice Lake“ CPUs im Juni auszuliefern – wenn auch nur für Notebooks – hat der Marktführer zur Computex einige Details zu den „Sunny Cove“ CPU-Kernen verraten. Demnach würden diese eine durchschnittlich 18 Prozent höhere Performance als ‚Skylake‘ bringen und einige nun aufgetauchte Benchmarks scheinen dies zu bestätigen.

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Die „Sunny Cove“ Prozessorkerne kommen u.a. mit einem größeren internen Pufferspeicher, wenn man sie mit der ‚Skylake‘ Mikroarchitektur vergleicht. Angesichts der Tatsache, dass letztere schon 2015 eingeführt wurde und immer noch die Grundlage der letzten CPUs aus den „Kaby Lake“ und „Coffee Lake“ Generationen bildet, war eine Überarbeitung auch dringend notwendig. Nach Angaben von Intel sollen „Sunny Cove“ CPU-Kerne im Durchschnitt 18 % mehr Instruktionen pro Takt (IPC) bewältigen können und im besten Fall sogar eine 40% höhere IPC-Performance als ‚Skylake‘ bieten. Dies basiert Intel allerdings lediglich auf synthethischen Benchmarks wie SPEC, SYSMark und CineBench.

Nun sind in einem chinesischen Forum einige Resultate einer „Ice Lake“ CPU mit vier bzw. sechs „Sunny Cove“ Kernen aufgetaucht, die ebenfalls auf einem synthetischen Benchmark basieren, nämlich von CPU-Z. Demnach erreichen diese CPUs bei 3,6 bzw. 3,7 GHz Punktzahlen von 630 bzw. 639 Punkten beim Test eines einzelnen Kerns. Vergleicht man dieses Ergebnis mit anderen Prozessoren, erscheint es in der Tat recht beeindruckend. So kann z.B. ein AMD Ryzen 9 3800X (Matisse) auf Basis der „Zen 2“ Mikroarchitektur dieses Resultat erst bei 4,7 GHz erreichen und auch ein Core i7-7700K (Kaby Lake) muss 5,2 GHz takten, um dieses Niveau zu erreichen.

Leider dauert es noch bis nächstes Jahr, bis die ersten „Ice Lake“ Desktop-Prozessoren erscheinen werden, denn Intel konzentriert sich in diesem Jahr bei der neuen 10-Nanometer-Generation bekanntlich zunächst auf Server- und Mobil-CPUs.

Quelle: wccftech.com

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

2 Antworten

  1. Rolgar sagt:

    Spannend. Erinnert mich an die Broadwell Prozessoren. Die waren bei gleichem Takt auch deutlich schneller als ihre Vorgängergeneration konnten allerdings nicht so hoch takten wodurch der Performancevorteil am Ende geringer ausfiel. Bin gespannt mit welchen Nominal- und Turbotakt die Generation letztlich auf den Markt kommt.

  2. Serdar Varli sagt:

    Der Bauer hat auf dem Messestand den Prozessor auf 5.3 Ghz getaktet.

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