CES: Intel Xe Grafikkarte DG1 in Aktion

Neue Grafikkarte bereits spielbar, aber immer noch keine Details

Nach der ersten Präsentation vom Intel Xe Grafikchip im Notebook, hat Intel auf der CES in Las Vegas auch seine erste diskrete Grafikkarte DG1 in Aktion gezeigt. Intel DG1 (Discrete Graphics 1) ist noch ein Prototyp für Software-Entwickler, aber bereits spielbar, wie Intel demonstrierte. Details zur skalierbaren Intel Xe Grafikarchitektur blieb man allerdings immer noch schuldig.

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Intel nennt diese Version von DG1 „Software Development Vehicle“ (SDV) und die Grafikkarte ist in diesem Stadium lediglich für Entwickler gedacht, damit diese ihre Software an die neue Architektur anpassen und optimieren können, bevor die Grafikkarte auf den Markt kommt. Intel hat eine begrenzte Anzahl von Stückzahlen produziert und liefert diese nun an seine Partner und interessierte Firmenkunden aus.

Während Intel noch keine Details zur Xe Architektur verraten hat, wurden aber schon die verschiedenen Marktsegmente genannt, die von dieser vermeintlich hochgradig skalierbaren Grafikarchitektur abgedeckt werden sollen: „Xe HPC“ für Server und Rechenzentren, „Xe HP“ für Workstations und Medienbearbeitung sowie „Xe LP“ für Gaming und Notebooks aller Klassifizierungen.

Die gezeigte Intel DG1-SDV dürfte zu letzterem Marktsegment gehören, denn diese sehr kompakte Grafikkarte (nicht größer als eine Radeon RX Vega Nano) entspricht dem Mini-ITX Formfaktor und kommt ohne PCI Express Stromversorgung aus, d.h. sie benötigt nicht mehr als 75 Watt. Die vier Monitoranschlüsse für DisplayPort dürften lediglich vorläufig sein – ebenso wie die RGB-Beleuchtung, aber man kommt heutzutage wohl nicht mehr ohne aus. Gleiches gilt für den Dual-Slot Kühler, der nach Angaben von Augenzeugen im Betrieb mehr als hörbar war.

Die Intel DG1-SDV wurde anhand des Spiels ‚Warframe‘ in FullHD Auflösung (1080p) demonstriert und lief offenbar einigermaßen flüssig. Allerdings ist das bereits 2013 erschienene ‚Warframe‘ kein High-End Titel und setzt als Mindestvoraussetzungen lediglich eine GeForce 8600 GT oder Radeon HD 3600 voraus. Das sind beides mittlerweile schon mehrfach überholte und rund zwölf Jahre alte Generationen von Nvidia und AMD, so dass dieses Spiel kein Maßstab für die Leistung der Intel DG1 Grafikkarte sein dürfte. Außerdem sind bisherige Games noch nicht auf die Intel Xe Architektur angepasst, weswegen Intel den Software-Entwicklern eben solche Prototypen zur Verfügung stellt.

Intel DG1 mit Warframe Game

Quelle: AnandTech

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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