CES: Intel zeigt „Tiger Lake“ & Xe Grafik

Neue Generation von 10-nm Mobil-CPUs & DG1, die erste Intel Xe GPU

Auf der CES in Las Vegas hat Intel sowohl die kommenden „Tiger Lake“ Mobilprozessoren als auch seinen DG1 Grafikchip auf Basis der vielfach erwarteteten Intel Xe Architektur gezeigt. „Tiger Lake“ ist die nächste Generation nach „Ice Lake“ und soll mindestens 10 % mehr Performance mitbringen. Der diskrete Intel DG1 Grafikchip wurde allerdings leider nur im Notebook demonstriert.

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Zur Erinnerung: Als nächste Prozessorgeneration von Intel erwarten wir in Kürze „Comet Lake“, die weiterhin aus der 14-Nanometer-Fertigung kommt, aber immerhin mehrfach verfeinert und optimiert. „Ice Lake“ ist die erste 10-nm-Generation von Intel und vereinzelt bereits seit Herbst letzten Jahres in Notebooks zu finden als Core i3-1005G1 bis Core i7-1035G4 mit zwei bis vier Kernen.

Nachfolger wird dann „Tiger Lake“ mit einer verbesserten Mikroarchitektur, aber weiterhin aus der 10-nm-Produktion – Intel nennt sie „10nm+“. Entsprechende Mobilprozessoren sind gedacht für dünne und leichte Notebooks und sollen eine Leistungssteigerung im zweistelligen Prozentbereich aufweisen, also mehr als 10 %. Darüber hinaus verfügen sie über eine integrierte Intel Xe Grafikeinheit, die FullHD-Gaming erlauben soll, und Thunderbolt 4, was viermal höhere Übertragungsgeschwindigkeiten als USB 3 ermöglicht. Intel erwartet, dass erste „Tiger Lake“ Systeme noch im Laufe diesen Jahres ausgeliefert werden.

Auf Grafikseite wurde Intel DG1 demonstriert, Intels erste diskrete GPU, die bereits im letzten Herbst erfolgreich intern getestet worden ist. Auf der CES wurde Intel DG1 allerdings nicht als Grafikkarte präsentiert, sondern als diskreten Grafikchip im Notebook. Darauf lief das im Herbst 2017 erschienene Spiel „Destiny 2“, aber man konnte wenig erkennen hinsichtlich Bildqualität und ruckelfreier Darstellung, so dass man weiterhin keine Erkenntnisse zur Performance von Intel DG1 bekommen kann. Intel selbst nannte es „Preview“ und machte keine Versprechungen zu Leistung oder Verfügbarkeit, aber natürlich soll die integrierte Intel Xe Grafikeinheit in „Tiger Lake“ CPUs deutlich schneller sein als bisherige interne Grafikeinheiten von Intel-CPUs. Man rechnet bei Intel Xe im „Tiger Lake“ aber mit 96 Execution-Einheiten, was auf 768 Shader-Einheiten hinauslaufen würde, aber das ist bislang alles andere als sicher.

Nach aktuellem Stand sollen die ersten diskreten Grafikkarten auf Basis der Intel Xe Architektur Mitte diesen Jahres vorgestellt werden, aber erstmal wohl nur für Rechenzentren und professionelle Anwender. Gaming-Grafikkarten hatte Intel ursprünglich auch versprochen, aber das wird wohl noch etwas dauern. „Tiger Lake“ Mobilprozessoren mit Intel Xe Grafikeinheit dürften spätestens in der zweiten Jahreshälfte offiziell werden, wenn entsprechende Notebooks noch dieses Jahr erscheinen sollen.

Quelle: Intel

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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