Nächste AMD EPYC CPUs 10-20% schneller

Neue "Zen 3" CPU-Generation für Server kommt mit neuer Cache-Struktur

Schon im Herbst letzten Jahres hatte AMD versprochen, dass die nächste Generation der EPYC Server-CPUs auf Basis der „Zen 3“ Mikroarchitektur mehr als 15 % schneller sein werden als die aktuelle EPYC 7000 „Zen 2“ Serie. Nun wird nach Infos eines AMD-Partners berichtet, dass man sogar mit einem Leistungsplus von bis zu 20 % rechnen darf.

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Bekanntlich wird die nächste AMD EPYC Generation (Codename: ‚Milan‘) weiterhin aus der 7-Nanometer-Fertigung kommen, bis zu 64 „Zen 3“ Kerne besitzen und DDR4-Hauptspeicher sowie PCI Express 4.0 unterstützen. Die neuen ‚Milan‘ Server-Prozessoren sollen noch in diesem Jahr erhältlich sein.

Jetzt heißt es aus dem Umfeld eines OEM, dass die kommenden EPYC ‚Milan‘ Server-CPUs 10 bis 20 Prozent schneller sein werden als die bisherigen EPYC ‚Rome‘ Modelle. Die 20 % höhere Performance soll mit CPUs mit bis zu 32 Kernen erreicht werden, während die Modelle mit 64 Kernen lediglich 10 bis 15 % Leistungsplus bieten, da diese typischerweise etwas niedriger getaktet sind und deshalb keinen Performance-Bonus durch höhere Frequenzen erzielen können.

Die Befehle pro Takt (IPC) allein sollen für eine rund 15 % höhere Leistung verantwortlich sein und dies ist ein gutes Zeichen auch für die nächste Generation der Ryzen Desktop-CPUs (Codename: ‚Vermeer‘), die ebenfalls auf „Zen 3“ basieren und noch in diesem Jahr erwartet werden. Denn für IPC ist vor allem die Mikroarchitektur verantwortlich und „Zen 3“ ist laut AMD komplett neu und keine einfache Weiterentwicklung von „Zen 2“.

Ein weiterer Grund für die höhere Performance könnte die neue Cache-Struktur von AMD sein, denn der EPYC ‚Milan‘ soll über nur noch einen gemeinsamen, 32 MByte großen Level-3 Cache pro „Core Compute Die“ (CCD) verfügen, der allen Kernen eines CCD zur Verfügung steht. Bei der „Zen 2“ Mikroarchitektur setzt AMD noch auf zwei 16 GByte große L3-Pufferspeicher pro CCD, der unter den dortigen Kernen aufgeteilt ist.

Außerdem wird von der übernächsten Generation der AMD EPYC Server-CPUs mit dem Codenamen ‚Genoa‘ berichtet, dass diese nicht nur auf der „Zen 4“ Mikroarchitektur basieren und aus der 5-Nanometer-Fertigung kommen, sondern dass diese auch DDR5-Hauptspeicher, PCI Express 5.0 und „Persistent Memory“ (NVDIMM-P) unterstützen werden. Letzteres bietet Intel bereits mit der Optane Technologie, wo Flash-Speicher entweder als zusätzliches, günstigeres und größeres RAM oder als Cache für Massenspeicher genutzt werden kann. Durch DDR5 und PCIe 5.0 muss AMD allerdings seine Plattform ändern und wird mit ‚Genoa‘ wie berichtet einen neuen CPU-Sockel einführen (SP5 statt SP3). Die AMD EPYC ‚Genoa‘ Generation wird für die zweite Hälfte des nächsten Jahres erwartet.

AMD Compute Architecture Roadmap

Quelle: Hardwareluxx

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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