Radeon RX 6000 mit Cache-Beschleunigung?

AMD patentiert "Infinity Cache" vermutlich für "Big Navi" Performance-Turbo

AMD hat selbst noch keine Details zur Radeon RX 6000 Serie von „Navi 20“ Grafikkarten genannt, aber die durchgesickerten Spezifikationen hatten einige Fragen zur Speicherbandbreite aufgeworfen. Diese wäre nämlich niedriger als bei Konkurrent Nvidia. Allerdings hat AMD wohl noch einen Trumpf im Ärmel, denn man hat erst kürzlich „Infinity Cache“ als Patent angemeldet.

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Was genau dahinter steckt, ist zwar noch unklar, aber es gibt etliche Spekulationen. Die Patentanmeldung verrät lediglich und unter Verwendung zahlreicher Schlagwörter, dass sich der „Infinity Cache“ sowohl für Prozessoren als auch SoC und Grafikchips eignet und eine Technologie für eine Schnittstelle zwischen CPU- bzw. GPU-Kernen und Speicher darstellt, die Computing-Performance und -Effizienz erhöht.

Nach bisherigen (inoffiziellen) Informationen kommt das AMD „Big Navi“ Tomodell, die Radeon RX 6900 (XT) bzw. „Navi 21“, mit 16 GByte GDDR6-Grafikspeicher an einer 256 bit breiten Speicherschnittstelle, während das darunter positionierte „Navi 22“ Modell mit 12 GByte GDDR6 ausgestattet ist, die sogar nur über ein 192-bit RAM-Interface angebunden sind. Das liest sich zunächst nur von der Speichergröße ordentlich, denn die GeForce RTX 3080 kommt mit lediglich 10 GByte. Allerdings verfügt die neue Nvidia ‚Ampere‘ Grafikarte über eine höhere Speicherbandbreite, denn es kommt eine 320 bit breite Speicherschnittstelle und außerdem schnelleres GDDR6X zum Einsatz.

Der neue „Infinity Cache“ könnte hier helfen, wenn dadurch nicht nur der interne Pufferspeicher vergrößert wird, sondern auch die Cache-Struktur soweit optimiert ist, dass doppelt gehaltene Daten in den verschiedenen Cache-Stufen vermieden werden können. Beides sollte dazu führen, dass Zugriffe auf den Grafikspeicher reduziert werden. Und damit würde die Breite der Speicherschnittstelle weniger wichtig werden im Vergleich mit GeForce Grafikkarten und den bisherigen Generationen.

Wie üblich sollte man dies allerdings weiterhin mit einer gehörigen Porion Skepsis betrachten, aber die ohnehin schon hohen Erwartungen an eine konkurrenzfähige Radeon Grafikkarte im High-End Bereich werden dadurch bestimmt nicht kleiner. Spätestens am 28. Oktober werden wir mehr wissen, wenn AMD seine neuen Grafikkarten auf Basis der „RDNA 2“ Technologie offiziell vorstellen wird.

Quelle: momomo_us @ Twitter

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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