Bluetti Poweroak EB70 im Test

716-Wh-Powerstation mit 1000W-Wechselrichter mit reinem Sinus & LiFePO4-Zellen

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In diesem Review stellen wir euch die neu erschienene Powerstation Poweroak EB70 von Bluetti vor. Sie zeichnet sich durch eine Kapazität von 716 Wattstunden aus, welche in Lithium-Eisen-Akkus gespeichert werden. Dadurch sind sie sicherer als die typischen Lithium-Akkus und erreichen deutlich mehr Ladezyklen: Bluetti gibt in diesem Fall 2500 Zyklen bei einer Restkapazität von 80 Prozent an.

Poweroak EB70

Auch die Anschlüsse lassen sich sehen: Zweimal USB-C mit Power Delivery bis 100 Watt, dazu kommen zwei USB-A Buchsen, die zusammen 5V und 3A bereitstellen können. 12 Volt Spannung kann über eine 12V-Steckdose und zwei 5,5×2,1 mm Buchsen abgegriffen werden – insgesamt 10 Ampere. Der Wechselrichter gibt seine Leistung über zwei Schukosteckdosen ab, die Dauerleistung liegt bei 1000 W. Kurzzeitig sind bis zu 1400 W möglich.

Lieferumfang

Geliefert wird die direkt beim Hersteller für knapp 760 Euro erhältliche Bluetti Poweroak EB70 in einem stabilen Karton mit reichlich Polsterung. Bei einem Gewicht von 9,7 Kilogramm ist das auch notwendig.

Von außen sind die technischen Daten nochmal aufgedruckt. Öffnet man das Paket, kommt zuerst die Anleitung und darunter ein kleiner Karton zum Vorschein. In dem Karton befinden sich die notwendigen Kabel: das 220V-Kabel für das Netzteil, ein Ladekabel für den 12V-Anschluss im Auto und ein Kabel zum Anschluss an ein Solarpanel mit MC4-Steckern.

Poweroak EB70 – Kabelsatz im Lieferumfang

Der Ladeanschluss an der Poweroak ist eine DC7909-Buchse. Im Bereich zwischen 12 und 28 Volt wird eine Leistung von bis zu 200 Watt aufgenommen. Entsprechend hat das Netzteil eine Ausgangsspannung von 25,2 Volt und kann bis zu acht Ampere liefern. Mit einem Gewicht von 893 Gramm samt Anschlusskabel und Abmaßen von ca. 19×9,5×5,5 cm ist es alles andere als klein.

Außerdem verfügt es über einen ungeregelten Lüfter, der sich akustisch nicht zurückhält. Wer hier etwas leiseres haben möchte – gar passiv gekühlt – muss sich nach Alternativen umsehen. Vorteilhaft ist dafür, dass es nicht besonders warm wird.

Marc Kaiser

Redakteur

27 Antworten

  1. Stefan sagt:

    Ich frage mich ob das EB70 auch so zu sagen im USV Modus betrieben werden könnte, sprich man schließ einen kleinen Verbraucher an, und als Stromquelle z.b. eine 300W Solarpanel ?

  2. Erwin sagt:

    Danke für den sehr guter Test, der alles wichtige angibt (besitze selbst eine und bin zufrieden) und meine Eindrücke bestätigt.

    Eine kleine Ergänzung: die Anzeige des Ladestandes der EB70 in 5 Blöcken in % (siehe Fotos) ist relativ grob und dient nur der Orientierung. „Puristen“ werden vermutlich eine digitale Anzeige in Einzel-%-Schritten vorziehen, die aber u.U. eine höhere Genauigkeit nur vorgaukelt; insofern war man bei Bluetti konsequent!
    Die Lade- und Entnahmeleistungen werden aufs Watt genau angezeigt.

  3. Mario sagt:

    Meine zweite EB70 (erste kam defekt an), erreicht an der AC-Steckdose über ein handelsübliches Kabel mit Schalter und einer 5W LED-Birne E14 nur eine Leuchtdauer von ca. 33,4 Std. (bei 100% Ladung bis zur autom. Abschaltung).
    Laut Herstellerangaben und der Rechenformel des Herstellers (716WH x 0,85 : 5W) sollte diese 5 Watt LED jedoch ca. 121,72 Std. leuchten.
    Selbst wenn nochmals 10% Verlust abgezogen würden, sollte die zu erwartende Leistung wenigstens bei 109,54 Std. liegen.
    Tatsächlich liegt diese aber bei mir nur bei 33,4 Std. und bringt damit läppige ca. 27,4% der angegebenen Leistung.
    PowerOak selbst gibt hierzu keine hilfreiche Auskunft (Zeit ist Geld sinngemäß), haben mir aber ein Ersatz-EB70 geschickt um dieses im Vergleich testen können. Leider gleiches Ergebnis.
    Kann zwar nun alles tls. auf eigene Kosten zurücksenden aber wem hilft das.

    Frage: Habt ihr ähnliches getestet und wie ließe sich dieser massive Leistungsverlust erklären?

    • Marc Kaiser sagt:

      Meiner Erfahrung nach braucht ein AC Wandler in der Leistungsklasse rund 10-15W im Leerlauf. Dazu kommen die LED Birne, die evtl noch einen schlechten Powerfaktor hat. Rechnen wir in Summe mit rund 20W die tatsächlich aus den Akkus entnommen werden, landet man bei 660Wh die in 33h benötigt werden, um eine 5W LED Lampe zu betreiben.
      Man darf halt nicht vergessen, dass ein AC Wandler permanent Energie benötigt. Das ist nicht viel anders, als bei einem Verbrennungsmotor im Leerlauf.
      Die einzige Möglichkeit das Problem etwas einzudämmen ist direkt eine LED mit DC-Spannung zu betreiben. Daher auch meine Empfehlung im Review, möglichst Laptop und Co ohne AC-Wandler direkt am USB-C aufzuladen. Bei kleinen Lasten sind alle AC-Wandler extrem ineffizient.

    • Mario sagt:

      @ Marc Kaiser
      Danke für die Antwort.
      In der Tat „extrem ineffizient“ wenn aus 5W dann ca. 21W Verbrauch werden.

    • Hagen sagt:

      Hallo,

      ich habe ähnliches und bei mir entlädt sie sich sogar nach ein paar Tagen in der Garage. Das kann doch nicht normal sein

  4. Michael sagt:

    Hallo Marc.
    Guter Artikel für mein Empfinden.
    Wie lade ich am Bluetti einen Laptop ohne USB c am effektivsten?

    • Marc Kaiser sagt:

      Es gibt diverse Ladekabel von USB-C auf runde Ladesteckern für Laptops für unter 10 Euro. Es kann aber sein, dass dein Laptop eine Kommunikation zum Netzteil aufbaut und den Ladevorgang mit solchen universellen Adaptern verweigert. Da hilft nur Probieren. Wenn es ein wertvolles Gerät ist, würde ich allerdings eher mit dem originalen Netzteil laden.
      Also meine Vorgehensweise: Relativ kurzer Ladevorgang und lange Akkulaufzeit –> originales Netzteil verwenden und nicht den Laptop im Dauerbetrieb nachladen, sondern nur für eine Stunde. Wenn der Laptop ein sehr großes Netzteil benötigt (z.B. wg einer starken GPU), dann ebenfalls das originale Netzteil verwenden. Wenn der Laptop etwas älter ist und ein Verlust im Extremfall verschmerzbar, dann einen passenden USB-C auf Hohlstecker-Adapter bei den großen Händlern bestellen und ausprobieren.

  5. Thomas Pfitzner sagt:

    Hallo

    Kann ich an der Bluetti EB70 ein Jackery Faltbares Solarpanel SolarSaga 100 anschließen und dies zum Aufladen nutzen.

    Grüße
    Thomas

    • Marc Kaiser sagt:

      Ja geht!

      Grüße
      Marc

    • Rainer Wenning sagt:

      Das geht definitiv, ich nutze das SolarSaga 100 zusammen mit einem Nitecore FPS100W, was sehr gut funktioniert, weil ich auch aus bewölktem Wetter Energie abgreifen kann. was ich jedoch befürchte ist, das ich der Bluetti EB70 zuviel Ampere zumute, denn das könnten ja schonmal 10-11 am Eingang werden bei voller Sonne. Hat jemand eine Information, ob der Laderegler den Eingang schützt und auf 8A begrenzt, denn mehr hab ich noch nicht ablesen können am Messgerät.

      Beste GRüße
      Rainer

    • Marc Kaiser sagt:

      Einen Überstrom kannst Du nicht provozieren, die Energie „verpufft“ ungenutzt im Solarpanel. Wichtig ist nur, dass die Spannung nicht zu hoch ist. Daher kannst man auch problemlos zwei (möglichst identische) Solarpanel parallel schalten. Wenn wenig Sonne scheint, hilft das, bei vollem Sonnenschein dagegen nicht.

  6. Janny sagt:

    Hallo,

    tolle Tests. Die Bluetti Powerstations gefallen mir vor allen Dingen wegen der verbauten LifePo4 Akkus.
    Ich schwanke zwischen der EB70 und der EB55.
    Kannst du etwas zur Selbstentladung bei Nichtgebrauch sagen? In einer Rezi wurde behauptet, eine voll aufgeladene EB 70 sei nach 2 Monaten Einlagerung ohne Gebrauch fast leer.

    Damit wäre sie ja als Notstrom Gerät ziemlich unbrauchbar…..

    Gruß, Janny

  7. Paul sagt:

    Hallo Marc,

    danke für den sachlichen und ausführlichen Test.

    Ich habe mir die EB70 gekauft und hatte zunächst Bedenken, sie mit meinem Panel WS180SF von Wattstunde zu laden. In der Bedienungsanleitung der Bluetti wird bei PV Input nämlich eine maximale Stromstärke von 8 Ampere angegeben, das WS180SF schafft jedoch fast 10. Auch die angegebenen Kurzschlussströme passen nicht zusammen.

    Ich habe die EB70 inzwischen trotzdem mehrfach mit dem Panel geladen, es zeigt bei voller Sonneneinstrahlung einen Input von knapp 160 Watt an.

    Es scheint alles zu funktionieren. Trotzdem verstehe ich die Differenzen zwischen Leistungsdaten auf dem Papier und der Realität nicht ganz. Hast du eine Erklärung?

    • Marc Kaiser sagt:

      Ein Solarpanel ist im Prinzip ja auch nur eine Spannungsquelle, wie beispielsweise eine Autobatterie (stark vereinfacht!). Du kannst an eine Autobatterie ein Handyladegerät anschließen, dass vielleicht 1-2 Ampere zieht, ein Anlasser zieht auch mal 300A oder mehr, die Akkus können kurzfristig aber weit mehr.
      Beim Solarpanel ist es genauso – es kann maximal fast 10A liefern. Die EB70 kann maximal 8A aufnehmen und sucht zusätzlich dank dem MPPT den Betriebspunkt in Spannung und Strom, in der die maximale Energie aus dem Panel entnommen werden kann. Das sind bei Dir jetzt 160 Watt. Mit einer anderen Powerstation wäre das eventuell anders.

      Deshalb immer wieder das gleiche: Wichtig ist die Leerlaufspannung, die darf nicht höher sein, als die maximale Eingangsspannung der Powerstation. Der angegebene maximale Strom ist nicht ganz so wichtig, man sollte es aus finanziellen Gründen nur nicht übertreiben. Wenn die Powerstation mit 200W geladen werden kann, sind Solarpanels bis 200W durchaus sinnvoll. Nur wenn man auch bei schlechten Wetterbedingungen noch Grundlasten decken möchte (z.B. Kühlbox mit rund 40W), kann es sinnvoll sein, noch mehr Solarpanels zu kaufen.

  8. Bastian Schäfer sagt:

    Kann bei PowerOak Geräten generell oder bei speziellen Geräten der LitIon Akku ausgetauscht werden, wenn dieser durch ist oder muss das komplette Gerät dann entsorgt und erneuert werden?

    • Marc Kaiser sagt:

      PowerOak bzw Bluetti setzen meistens auf Lithium-Eisen-Akkus mit 3000+ Ladezyklen. Ich glaube das die Box insgesamt verschlissen ist, wenn der Akku ausgetauscht werden muss.
      Generell ist ein Austausch immer möglich, aber vom Hersteller nicht vorgesehen. Das heißt: Entweder lässt man ihn tauschen, was vermutlich finanziell unattraktiv ist, oder man hat selbst genug Erfahrung und Wissen um ihn auszutauschen. Lithium Akkus sind bei falschem Umgang sehr gefährlich, daher würde ich davon abraten.
      Lieber Lithium-Eisen-Akkus kaufen oder gleich eine Nummer größer, als man braucht und dann nur 80% der Kapazität nutzen. Dann halten die Akkus ziemlich lange.

  9. Wolfgang sagt:

    Hallo,
    mein Eb70 habe ich gekauft um bei längerem Stromausfall meine Kühlgefrierkombi betreiben zu können. Pustekuchen. Der Anlaufstrom ist zu hoch, das eb70 schaltet sich aus, overload.
    Die Dauerleistung liegt bei 80 Watt. Das wars.

    • Marc Kaiser sagt:

      Das haben wir auch so in diesem Test geschrieben. Die EB55 ist etwas toleranter. Deutlich besser schlägt sich die Ecoflow River Max/Pro wenn X-Boost deaktiviert ist. Oder dann entsprechend noch stärkere Modelle.

  10. Waldemar Schavkan sagt:

    Hallo Marc,
    danke dir für den ausführlichen Test in einem Blog bin auf das folgende Problem gestoßen.
    „Einschränkung der Solarladung an der PowerOak EB70

    Einen Punkt habe ich jedoch hier im Artikel bisher noch nicht betrachtet: das Laden über ein Solarpanel bzw. eine Solartasche. Die PowerOak EB70 ist mit 200 W maximalem Solareingang angegeben. An dieser Stelle eine Vorwarnung: Jetzt wird’s etwas speziell, aber nicht unwichtig, da man diese 200 W vermutlich mit nahezu keinem Panel erreichen dürfte. Was man hierbei nämlich wissen sollte ist, dass die Ladung der EB70 auf 25,2 V und 8 A begrenzt ist, was nicht unwichtig in Bezug auf die Auswahl des Solarpanels ist. Leider findet man diesen Punkt in nahezu keinem Produktreview – ja nicht mal in der Produktspezifikation des Herstellers! Schaut man sich dann zunächst die von PowerOak als „ideal passend“ angebotenen Panels (S220 und S200) an, so laden diese mit maximal 18 V und 12 A (S220) bzw. 20,5 V und 9,7 A (S200). Betrachtet man hierbei die 8 A Begrenzung des Ladeeingangs, so kommen unter optimalen Bedingungen maximal 144 (von 220 W) bzw. 164 (von 200 W) in der Powerstation an – in der Realität höchstwahrscheinlich sogar weniger auf Grund von Transformationsverlusten.“ (Quelle: https://nacht-lichter.de/powerstation)

    Sind dir passende faltbare PV-Analgen bekannt, die die notwendige Charakterisika aufweisen?

    VG
    Waldemar

    • Waldemar sagt:

      Nach meiner Recherche sind es max. 28 V mit 8 A = 224 W aber auch mit diesen Parametern sind mir für eine optimale Auflandung keine faltbaren PV-Anlagen bekannt, entweder ist die Spannung oder die Stromstärke zu hoch.

    • Christian Hecker sagt:

      Meine Messungen haben ergeben, dass die EB70 maxinal 30V verkraftet und maximal 8A aufnimmt. Wobei bei 200W kombiniert die Leistungsgrenze begrenzt ist. Für zwei Panel in Serie sind 30 V zu wenig. Die meisten 12V Panel haben eine Leerlaufspannung (Voc) von ca: 22,5V ( bei zweien in Serie sind das 45V) und eine optimale Betriebspannung (Vmp) von ca: 19V. Seltene Exemplar liefern auch mal 21V (Vmp) mit 8A multipliziert ergeben sich 168W Maximale Ladeleistung. Das ganze kann mit einem dazwischengeschalteten DC Spannungswandler verbessert werden. Nimmt man z.B. zwei 100 W Panel parallel, kommt man typischer Weise auf 19 V (Vmp) und 10,5A, Da die Ampere über 8A verpuffen, nimmt man einen Spannungswandler dazwischen, der das ganze auf 30V bei ca. 6,5A umwandelt. So kommen dann auch 200W Ladeleistung an

  11. Tom sagt:

    Hallo, ich möchte mir eine EB 70 zulegen. Kann jemand sagen wieviel wieviel Ah verbaut sind. Kann mir da ein besseres Bild machen da ich eine 100 Ah / 12V LiFePO4 im Wohnwagen habe.

  12. Ich frage mich ob das EB70 auch so zu sagen im USV Modus betrieben werden könnte, sprich man schließ einen kleinen Verbraucher an, und als Stromquelle z.b. eine 300W Solarpanel ?

  13. I wonder if the EB70 could also be operated in UPS mode, so to speak, i.e. connect a small consumer and use a 300W solar panel as a power source, for example?

  14. Ich frage mich ob das EB70 auch so zu sagen im USV Modus betrieben werden könnte, sprich man schließ einen kleinen Verbraucher an, und als Stromquelle z.b. eine 300W Solarpanel ?

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