Bluetti Poweroak EB70 im Test - Seite 2

716-Wh-Powerstation mit 1000W-Wechselrichter mit reinem Sinus & LiFePO4-Zellen

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Poweroak EB70 im Detail

Die Bluetti Poweroak EB70 ist mit 9,7 Kilogramm und 32×21,6×22,1 Zentimetern ein ganz schön großer Brocken. Dafür ist der Verarbeitung aber wirklich gut. Es knarzt nichts und wirkt sehr robust. Einen Sturz würde die Powerstation aber wahrscheinlich nicht überleben, dazu ist das Gewicht zu hoch.

Der Tragegriff ist solide und ohne störende Grate verarbeitet. Auf der Oberseite gibt einen kabellosen Lader mit bis zu 15 Watt Leistung. Der sollte aus Effizienzgründen aber nur benutzt werden, wenn die DC-Anschlüsse sowieso aktiviert sind, weil z.B. die USB-C Ports genutzt werden. Ansonsten verbläst man ganz schön viel Energie in den DC-Wandlern, weil das Laden über den QI-Standard doch recht lange dauert.

Poweroak EB70 von oben

An der rechten Seite befindet sich ein 24V-Lüfter, der erst ab einer gewissen Last anspringt, aber nicht drehzahlgeregelt ist. Auf der linken Seite wird die Luft angesaugt. Im Vergleich zu einer AC50S ist der Lüfter recht ruhig, man kann sich problemlos nebenbei unterhalten. Da der Lüfter auch beim Aufladen läuft (selbst mit einem 100W-Netzteil), ist eine niedrige Lautstärke auch sinnvoll. Warum Bluetti keinen drehzahlgeregelten Lüfter verbaut, verstehe ich jedoch nicht. Er sitzt augenscheinlich nach hinten versetzt im Gehäuse, so dass der Luftstrom schon etwas optimiert ist – schnelles und einfaches Tuning wird sicher schwierig.

Auf der Unterseite wurden vier Gummifüße angebracht, die die Poweroak EB70 gut auf glatten Flächen festhalten. Einfaches wegrutschen wird damit sicher verhindert, für den Transport im Auto reicht es aber nicht – zu groß werden die Kräfte bei einer starken Bremsung. Auf der Rückseite ist ein Aufkleber mit den technischen Daten zu finden, so dass man sie unterwegs stets dabei hat.

Doch kommen wir nun zu der spannendsten Seite: Der Front. Hier sind alle Anschlüsse untergebracht. Der Ladeanschluss ist eine DC7909-Buchse, welche 12V-28V Eingangsspannung verträgt. Zentral daneben sitzt das Display, welches bei der EB70 die gesamte Eingangs- sowie Ausgangsleistung anzeigt und nach wenigen Sekunden ausgeht. Außerdem wird der Ladezustand des Akkus in fünf Segmenten dargestellt. Die Konfiguration des Wechselrichters (50Hz/60Hz und Eco-Modus) wird ebenfalls angezeigt.

Poweroak EB70 – Vorderansicht

Umgestellt werden kann dies durch das gleichzeitige Drücken der Taster für DC und AC. Der Eco-Modus schaltet den Wechselrichter ab, wenn für 4 Stunden keine Leistungsaufnahme festgestellt wurde. Der Wechselrichter kann bis zu 1000 Watt Leistung dauerhaft zur Verfügung stellen. Kurzzeitig gehen bis zu 1400 Watt durch die beiden Steckdosen. Mehr dazu auf der nächsten Seite.

Rechts neben dem Display befindet sich eine Leuchte, die eine ähnliche Abstrahlcharakteristik wie eine Taschenlampe besitzt. Ich finde die flächige Leuchte der AC50S etwas besser als Beleuchtung für Garten und Zelt – ist aber sicherlich Geschmackssache. Die Leuchte kann in zwei Helligkeitsstufen betrieben werden und das SOS-Signal „funken“. Leider ist dieses falsch implementiert – es sendet Kurz Kurz Kurz Lang Lang Lang Kurz Kurz Kurz Lang Lang Lang… also quasi SOSOSO anstatt SOS SOS SOS.

Poweroak EB70

Auf der DC-Seite wurde gegenüber der AC50S deutlich mehr Leistung bereitgestellt. Die beiden USB-C Buchsen liefern über Power Delivery jeweils bis zu 100 Watt, was für ein Homeoffice im Wohnmobil durchaus viel ist. Die beiden USB-A Buchsen liefern zusammen drei Ampere bei 5 Volt, die 12V-Buchsen noch mal insgesamt 10 Ampere. Alles in allem hat man hier genug Leistung, um eine Kühlbox (vorzugsweise mit Kompressor), Laptop, Bildschirm & Co. zu versorgen, wenn man unterwegs ist.

Marc Kaiser

Redakteur

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