Nvidia stellt Open-Source Linux-Kernel-Treiber bereit

Schritt wurde lange von der Community gefordert

Die Linux-Community forderte sie seit Jahren und mittlerweile rechneten wohl selbst Optimisten nicht mehr damit, dass Nvidia allzu bald reagieren würde: Open-Source-Treiber für Linux. Doch nun sind sie tatsächlich erschienen. Nvidia erklärt im offiziellen Unternehmens-Blog, dass ab sofort die GPU-Kernel-Module für Linux quelloffen vorliegen.

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Somit zieht man inzwischen mit AMD gleich, welche bereits lange quelloffene Grafikkarten-Treiber für Linux offerieren. Ab der Beta R515 ist jetzt auch Nvidia mit von der Partie. Die Open-Souce-Treiber liegen für alle GeForce-Grafikkarten für den Desktop-Bereich sowie GPUs für Datenzentren vor. Man versorgt sowohl die Turing- als auch die Ampere-Generation. Nvidia gibt an, dass der Code im Falle der Datenzentren-Modelle „production ready“ sei. Allerdings entsprechen die Varianten für GeForce- und Workstation-GPUs noch dem Alpha-Stadium.

Nvidia schlüsselt auch auf, dass durch die Veröffentlichung der Open-GPU-Kernel-Module nun die Weiterentwicklung der Closed-Source-Treiber zurückgefahren werde. Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, findet die Treiber unter der GPL/MIT-Lizenz bereits bei GitHub in einem Repository. Distributoren wie Canonical, Suse und Red Hat haben Nvidias (späten) Schritt bereits öffentlich gelobt. Nvidia mache einen wichtigen Schritt in Richtung der Open-Source-Gemeinschaft.

Quelle: Nvidia

André Westphal

Redakteur

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