AMD führt Ryzen 9 9950X3D2 in neuer Importliste

Neue 16-Kern-CPU mit verdoppeltem 3D V-Cache zur Einfuhr nach Osteuropa gelistet

Zur CES in Las Vegas Anfang dieses Jahres hat sich AMD noch bedeckt gehalten zu einem neuen Ryzen 9 9950X3D2. Auf Anfrage hatte der Hersteller diesen Prozessor zwar nicht dementiert, aber auch keine Details genannt. Doch nachdem der Ryzen 9 9950X3D2 kürzlich im Geekbench aufgetaucht ist, wurde das neue CPU-Modell jetzt auch in einer Importliste entdeckt.

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Auf der Website der eurasischen Wirtschaftskommission EEC (Eurasian Economic Commission), eine Behörde der Eurasischen Wirtschaftsunion, listet AMD neben bekannten CPU-Modellen auch den Ryzen 9 9950X3D2 nun selbst als für den Import nach Osteuropa registrierten Prozessor. Dies ist allerdings keine Garantie für eine sofortige Einführung dieser CPU. Manche Hersteller führen in ihren Listen auch Modelle nur als Platzhalter und bringen diese später gar nicht auf den Markt. Im Falle des Ryzen 9 9950X3D2 verdichten sich die Anzeichen aber, nachdem dieses CPU-Modell bereits im Herbst 2025 aufgetaucht war und es seitdem immer wieder entsprechende Berichte gab.

AMD Ryzen 9 9950X3D2 in Importliste der EEC

Konkrete Spezifikationen fehlen aber immer noch, nachdem AMD bislang mit dem Ryzen 7 9850X3D dieses Jahr bislang nur eine neue CPU angekündigt hat. Erscheinungsdatum und Preis des 9850X3D wurden erst letzte Woche offiziell bestätigt. Diese 8-Kern-CPU wird ab 29. Januar 2026 für 499 US-Dollar verkauft. Dies entspricht einem Anstieg von 20 US-Dollar gegenüber dem indirekten Vorgänger Ryzen 7 9800X3D, was AMD mit einem höheren Boost-Takt rechtfertigt.

Der 16-Kerner Ryzen 9 9950X3D2 dürfte dagegen über einen deutlich größeren Level-3 Cache verfügen als der bisherigen 9950X3D. So bescheinigt die Online-Datenbank des Geekbench dem 9950X3D2 einen L3-Cache von 192 MByte, während der aktuelle 9950X3D über 128 MByte L3-Cache verfügt. Dies wird angeblich damit erreicht, dass beide internen CCD (Core Complex Dies) des 9950X3D2 gestapelten 3D V-Cache besitzen. Beim bisherigen Ryzen 9 9950X3D integriert AMD diesen Cache nur in eines der beiden CCDs.

Ein solches Design könnte insbesondere die Performance-Konsistenz verbessern, wenn Anwendungen oder Spiele beide Chiplets gleichzeitig nutzen. Davon würden vor allem Titel profitieren, die stark cache-sensitiv sind, aber auch bestimmte Creator-Workloads, bei denen ein größerer Last-Level-Cache die Speicherlatenz reduziert und den Durchsatz erhöht.

Zwar hat AMD noch keine Details verraten, aber der Geekbench-Eintrag weist beim Ryzen 9 9950X3D2 auf eine 16-Kern-/32-Thread-CPU mit dem bisherigen Codenamen „Granite Ridge“ hin, was AMDs etablierter Spitzenkonfiguration im Desktop-Segment der auf der „Zen 5“ basierenden Mikroarchitektur entspricht. Angegeben werden ein Basistakt von 4,30 GHz sowie Boost-Frequenzen bis zu 5,6 GHz. Damit würde AMD im Gegenzug für den zusätzlichen Cache einen leichten Taktverzicht von etwa 100 MHz in Kauf nehmen, verglichen mit dem 9950X3D. Diese Art von Kompromiss ist typisch für X3D-Designs, bei denen nicht maximale Taktraten, sondern geringere Speicherlatenzen und höhere Effizienz im Fokus stehen.

Zudem gibt es Gerüchte über einen höhere TDP von 200 statt 170 Watt, aber das ist bislang ebenso offen wie der Erscheinungstermin des Ryzen 9 9950X3D2.

Quelle: momomo_us @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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