Wer sich intensiver mit dem Thema 3D-Druck beschäftigt, stolpert früher oder später zwangsläufig über die oft unterschätze „Filamentfeuchtigkeit“. Viele Druckprobleme – unsaubere Oberflächen, Blasenbildung, Fädenziehen oder schwankende Layer – haben ihre Ursache nicht im Drucker oder im Slicer, sondern schlicht im Material selbst. Filamente nehmen mit der Zeit Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf, teils schneller, als man vermuten würde.
Beim Drucken verdampft dieses Wasser schlagartig im Hot-End. Das kann man teilweise sogar hören, wenn es in der Nozzle knistert. Die Folge sind Mikrodampfblasen, instabiler Materialfluss und sichtbar schlechtere Druckergebnisse. Während PLA hier noch relativ gutmütig ist, sind Materialien wie TPU, Nylon (PA) oder ASA ohne vorherige Trocknung oft kaum sinnvoll zu drucken. Genau an dieser Stelle kommen aktive Filamenttrockner ins Spiel.
Mit dem FilaPartner E1 bringt Chitu Systems nun einen vergleichsweise jungen Vertreter auf den Markt, der sich durch ein Zwei-Kammer-Design und einigen Funktionen von der Masse abheben möchte. In unserem Test haben wir den Filamenttrockner genauer unter die Lupe genommen. Preislich liegt das Gerät etwa bei Amazon bei rund 120 bis 140 Euro.
Chitu Systems selbst ist vielen vor allem aus dem SLA-Bereich ein Begriff. Das Unternehmen entwickelt Mainboards, LCD-Monoscreens sowie den weitverbreiteten Resin-Slicer Chitubox und arbeitet unter anderem mit Herstellern wie Anycubic, Elegoo oder Phrozen zusammen. In Europa wird Chitu bislang eher als Software- und Komponentenlieferant wahrgenommen – mit dem E1 zeigt das Unternehmen nun aber, dass man auch im FDM-Zubehörsegment ernsthafte Ambitionen hat.


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