Bedienung & Praxis
Im Alltag zeigt sich schnell, was den FilaPartner E1 besonders macht: die zwei komplett getrennten Trocknungskammern. Beide lassen sich unabhängig voneinander betreiben – inklusive eigener Temperatur, Zeit und Automatikfunktionen. Wer nur eine Rolle trocknen möchte, schaltet die zweite Kammer einfach ab und spart Strom.
Weniger gelungen ist die Position des Displays. Es ist zwar kippbar, lässt sich aber nicht seitlich drehen. Je nach Aufstellort kann das bedeuten, dass man den Kopf verrenken muss, um die Werte abzulesen. Die Touch-Bedienung funktioniert zuverlässig, erfordert aber etwas mehr Druck als moderne Smartphone-Displays.
- Chitu Systems FilaPartner E1 – Vorschläge
- Chitu Systems FilaPartner E1 – Display Startseite
Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich aufgebaut. Neben manuellen Einstellungen gibt es vordefinierte Profile für gängige Filamente (PLA, PETG, TPU, ABS etc.) sowie vier frei konfigurierbare Presets. Temperaturen und Laufzeiten lassen sich stufenlos anpassen, maximal sind Temperaturen bis 70°C und Laufzeiten bis 99 Stunden möglich. Eigene Profile können aktuell noch nicht umbenannt werden – funktional kein Drama, aber verbesserungsfähig. Falls eine Box nicht korrekt aufgesetzt ist oder fehlt, wird der entsprechende Eintrag im Menü automatisch deaktiviert. Ebenfalls positiv: Wird eine Box im laufenden Betrieb entfernt, stoppt der Trocknungsvorgang sofort.
Die eigentliche Trocknungsleistung überzeugt. Die beiden Dual-PTC-Heizelemente (jeweils 120 Watt) heizen schnell auf und dank 360-Grad-Luftzirkulation wird die warme Luft gleichmäßig durch die Boxen geführt. Im Test wurden nach etwas mehr als 3 Minuten bereits 40°C erreicht und nach rund 7 Minuten waren es 60°C. Auch die angegebenen 70°C konnten erreicht werden. Dies dauerte rund 14 Minuten.
Auch zur Lautstärke gibt es etwas zu sagen: Im Normalbetrieb ist der E1 mit etwa 58 dB gut hörbar und liegt in etwa auf dem Niveau eines laufenden 3D-Druckers. Über den integrierten Silent-Modus lässt sich die Lüfterdrehzahl reduzieren, wodurch der Betrieb spürbar leiser wird. Ganz geräuschlos ist das Gerät dadurch zwar nicht, für längere Laufzeiten aber deutlich angenehmer. Der Kompromiss: Die Trocknung dauert etwas länger, und es kommt zu leichten Vibrationen.
Der Stromverbrauch fällt vor allem während der Aufheizphase ins Gewicht. Hier zieht der FilaPartner E1 pro Kammer maximal 150 Watt, insgesamt also maximal 300 Watt. In der Praxis pendelt der Stromverbrauch aber zwischen 260 und 290 Watt. Sobald er die eingestellte Temperatur erreicht hat, schwankt der Stromverbrauch zwischen 10 und 90 Watt. Im Standby liegt der Verbrauch bei sehr guten 1,5 Watt, was für ein dauerhaft angeschlossenes Gerät mit aktivem Display absolut im Rahmen ist.
- Chitu Systems FilaPartner E1 – Filamentboxen voll offen
- Chitu Systems FilaPartner E1 – Filamentboxen Filament
Besonders erwähnenswert ist der automatische Trockenmodus: Steigt die Luftfeuchtigkeit über einen definierten Schwellenwert, startet der E1 selbstständig den Trocknungsvorgang und stoppt ihn wieder, sobald die Zielwerte erreicht sind. Für alle, die Filament dauerhaft in der Box lagern oder direkt daraus drucken möchten, ist das ein echtes Komfort-Feature. Pro Box sind zwei Öffnungen mit Gummiverschluss für den Filamentausgang vorgesehen. Hierzu werden dann auch entsprechende PTFE-Tubes mitgeliefert.






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