(Auszug aus der Pressemitteilung)
Eine neue Analyse der Google Threat Intelligence Group (GTIG) zeigt, dass Deutschland 2025 zu einem der wichtigsten Ziele für Cyber-Erpressung in Europa geworden ist. Laut GTIG-Daten ist die Zahl der deutschen Unternehmen, deren gestohlene Daten auf Leak-Seiten im Darknet veröffentlicht werden, um über 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – mehr als dreimal so stark wie im europäischen Durchschnitt. Die GTIG warnt außerdem, dass Cyberkriminelle ihren Fokus zunehmend auf den deutschen Mittelstand verlagern.
Das Wichtigste in Kürze:
- Deutschland verzeichnete 2025 einen Anstieg von 92 Prozent bei veröffentlichten Ransomware-Leaks – dieser ist mehr als dreimal so hoch wie im europäischen Durchschnitt.
- Cyberkriminelle zielen zunehmend auf kleinere Unternehmen ab: 96 Prozent der auf Leak-Seiten veröffentlichten deutschen Opfer haben weniger als 5.000 Mitarbeitende.
- Besonders häufig betroffen sind Industrieunternehmen, die rund 23 Prozent aller deutschen Fälle ausmachen, gefolgt von den Branchen Professional Services, Bau und Einzelhandel.
- Nach Maßnahmen gegen große Gruppen wie LockBit und ALPHV gewinnen neue Akteure an Einfluss – insbesondere SAFEPAY, das allein für rund ein Viertel aller betroffenen deutschen Unternehmen im Jahr 2025 verantwortlich war, sowie Qilin, das seine Aktivitäten in Deutschland deutlich ausgeweitet hat.
Einer der Autoren des Berichts, Jamie Collier, Lead Advisor Europe bei der Google Threat Intelligence Group (GTIG), sagt: „Während spektakuläre Angriffe auf große Unternehmen die Schlagzeilen bestimmen, zeigt die hohe Zahl von Data Leaks bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen, dass sie für Cyberkriminelle äußerst attraktive Ziele sind – oft weil ihnen das Sicherheitspersonal und die umfangreichen spezialisierten Ressourcen fehlen, über die größere Organisationen verfügen.“

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