Nothing kündigt Preiserhöhungen an

Kunden müssen sich auf teurere Smartphones einstellen

2026 könnte als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem Kunden mehr für weniger zahlen mussten. Aufgrund der anhaltenden Speicherkrise werden zahlreiche Produkte entweder teurer als noch 2025 oder müssen technisch abspecken. Zuletzt hatte etwa Framework die RAM-Preise für seine Desktop-PCs deftig angezogen. Jetzt reagiert auch der Hersteller Nothing und kündigt ebenfalls Preiserhöhungen an.

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Der Unternehmensgründer und Geschäftsführer, Carl Pei, hat erklärt, dass das Geschäftsmodell der Vergangenheit 2026 nicht mehr funktioniere. Früher sei es stets so gewesen, dass Kunden in Folgejahren für technisch bessere Geräte das Gleiche oder teilweise weniger gezahlt hätten. Doch aufgrund der Speicherkrise sei das in diesem Jahr nicht mehr möglich. Die Preise für Speicher hätten sich teilweise verdreifacht, so Pei. Damit werde RAM zu einer der kostspieligsten Komponenten in einem mobilen Endgerät.

Speichermodule, die 2025 z. B. noch 20 US-Dollar gekostet hätten, könnten im Jahresverlauf auf über 100 US-Dollar steigen. Dieser Realität müsse sich auch Nothing stellen und je nach Modell entweder ein Downgrade der Spezifikationen vornehmen oder die Verkaufspreise erhöhen. Laut Pei sei es unvermeidlich, dass man die Preise werde anziehen müssen. Zumal man in diesem Jahr auf UFS-3,1-Speicher wechseln wolle.

Nothing wolle dennoch mit den Platzhirschen konkurrieren – nicht allein über schiere, technische Daten, sondern etwa auch über Software-Innovationen. Man darf gespannt sein. Wir rechnen damit, dass viele potenzielle Käufer angesichts steigender Preise vielleicht schlichtweg ihr Smartphone-Upgrade hinausschieben.

Quelle: Carl Pei (X)

André Westphal

Redakteur

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