Intel Arrow Lake Refresh CPUs wohl Ende März verfügbar

Core Ultra 200 „Plus“ bringt mehr Kerne, aber kein neues Flaggschiff

Mit dem „Arrow Lake Refresh“ plant Intel kein vollwertiges Desktop-Upgrade, sondern eine gezielte Weiterentwicklung der bestehenden Core Ultra 200 Prozessorserie. Anstelle einer völlig neuen CPU-Generation bleiben Sockel, Plattform und grundsätzliche Architektur erhalten. Die aufgefrischten Modelle sollen weiterhin den LGA1851-Sockel nutzen und werden voraussichtlich durch ein „Plus“-Suffix von den bisherigen K-Prozessoren abgegrenzt.

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Anders als bei früheren Generationen verzichtet Intel offenbar bewusst auf einen großen Auftritt. Nach dem Verzicht auf eine Ankündiung bei der CES 2026 wird der Refresh nun als kurzfristige Optimierung positioniert, die vor allem das Produktportfolio bereinigen und kleinere technische Anpassungen liefern soll, während die nächste große Desktop-Plattform bereits vorbereitet wird.

Die auffälligste Entscheidung betrifft das obere Ende der Produktpalette. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass der Core Ultra 9 290K Plus, eigentlich als Flaggschiff von Intels neuen „Core Ultra Plus“ vorgesehen, gestrichen wurde. Stattdessen sollen lediglich der Core Ultra 7 270K Plus und der Core Ultra 5 250K Plus erscheinen, ergänzt um KF-Varianten ohne integrierte Grafik.

Als Grund gilt vor allem die Produktpositionierung: Ein aufgefrischtes Flaggschiff, das sich nur durch minimale Taktsteigerungen von bestehenden High-End-Modellen abhebt, würde zu viel Überschneidung im Line-up erzeugen. Intel will daher auf eine schlankere Struktur mit klarerem Fokus auf das obere Mittelklasse-Segment setzen.

Technisch konzentriert sich der Arrow Lake Refresh vor allem auf den Ausbau der Effizienzkerne (E-Cores). Der Core Ultra 7 270K Plus soll auf eine Konfiguration mit 8 Performance- und 16 E-Kernen wechseln, während der bisherige Ultra 7 noch mit 8P+12E auskommt. Auch der Core Ultra 5 250K Plus erhält ein Upgrade und steigt von 6P+8E auf 6P+12E.

Diese Änderungen sind vor allem für stark parallelisierte Anwendungen relevant, etwa Rendering, Content-Erstellung oder hybride Nutzungsszenarien, bei denen Gaming, Streaming und Hintergrundprozesse gleichzeitig laufen.

Auf Plattformebene soll Intel zudem die offizielle DDR5-Unterstützung auf 7200 MT/s anheben. Das erleichtert insbesondere Systemintegratoren und OEMs die Nutzung schneller Speicherkits. Die TDP bleibt bei 125 Watt, was auf gleichbleibende Anforderungen an Kühlung und Mainboards hindeutet.

Als möglicher Termin für den Start der unabhängigen Tests gilt der 23. März 2026, wie ein als recht zuverlässiger Leaker bei X meldet. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die „Plus“-Modelle einen spürbaren Mehrwert bieten oder primär als Übergangslösung bis zur nächsten Desktop-Generation dienen.

Quelle: Tom's Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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