AMD könnte sein Angebot an mobilen Gaming-Prozessoren mit 3D V-Cache schon bald erweitern. Einem aktuellen Leak zufolge befindet sich der Ryzen 7 9800HX3D in Vorbereitung. Der Achtkern-Prozessor soll Ende 2026 in die Massenproduktion gehen und eine deutlich günstigere Alternative zum bisherigen Flaggschiff Ryzen 9 9955HX3D mit dem erweiterten Cache darstellen.
Nachdem AMD mit dem Ryzen 9 9955HX3D Anfang 2025 erstmals einen mobilen High-End-Prozessor mit 3D V-Cache vorgestellt hat, soll nun ein kleineres Modell folgen. Laut einem bekannten Hardware-Insider arbeitet AMD an einem Ryzen 7 9800HX3D, der insbesondere für Gaming-Notebooks der oberen Mittelklasse gedacht sein könnte.
Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Dem Leak zufolge soll die Serienfertigung jedoch bereits im vierten Quartal 2026 anlaufen. Erste Notebooks könnten noch Ende des Jahres erscheinen, ein breiter Marktstart gilt allerdings erst Anfang 2027 als wahrscheinlich.
Den bislang bekannten Informationen zufolge soll der Ryzen 7 9800HX3D acht CPU-Kerne (Zen 5) für 16 Threads, einen maximalen Boost-Takt von 5,1 GHz und eben den größeren 3D V-Cache bieten. Weitere technische Details sind derzeit noch unbekannt. AMD hat weder die Größe des zusätzlichen L3-Caches noch Angaben zu Basistakt, TDP, Speicherunterstützung oder der integrierten Grafikeinheit veröffentlicht. Sollte der Prozessor auf der bestehenden Fire-Range-Plattform basieren, dürfte er wie die übrigen Ryzen 9000HX Modelle auf die kleine Radeon 610M als integrierte Grafikeinheit für die Bildausgabe setzen.
Im Vergleich zum aktuellen Spitzenmodell fällt der Unterschied bei der Kernanzahl deutlich aus. Der Ryzen 9 9955HX3D verfügt über 16 Zen-5-Kerne für 32 Threads, bis zu 5,4 GHz Boost, 16 MByte L2-Cache, 128 MByte L3-Cache sowie eine konfigurierbare TDP zwischen 55 und 75 Watt.
Für viele Spieler dürfte ein Achtkerner jedoch vollkommen ausreichen. Moderne Spiele profitieren häufig stärker von kurzen Speicherlatenzen, einer hohen Pro-Kern-Leistung und einem großen Cache als von einer möglichst hohen Anzahl an CPU-Kernen. Genau hier liegt der Vorteil der 3D-V-Cache-Technologie. Durch den zusätzlichen gestapelten L3-Cache können deutlich mehr Spieldaten direkt in CPU-Nähe gespeichert werden. Dadurch müssen Daten seltener aus dem Arbeitsspeicher geladen werden, was insbesondere bei cache-sensitiven Spielen höhere durchschnittliche Bildraten und stabilere Frametimes ermöglichen kann.
Besonders interessant ist ein weiterer Punkt des Leaks. Anders als beim bisherigen High-End-Modell soll Notebook-Herstellern beim Ryzen 7 9800HX3D freie Hand bei der Wahl der dedizierten Grafikkarte gelassen werden. Demnach schreibt AMD keine Kombination mit leistungsstarken GPUs wie einer Nvidia GeForce RTX 5070 Ti oder größeren Modellen vor.
Dadurch könnten Hersteller den Prozessor in deutlich mehr Notebook-Klassen einsetzen, nämlich kompakten Gaming-Notebooks, klassischen Mittelklasse-Gaming-Laptops, leistungsstarken Multimedia-Geräten und großen Desktop-Replacement-Systemen. Die tatsächliche Spieleleistung würde selbstverständlich weiterhin in erster Linie von der verbauten Grafikkarte, deren Leistungsaufnahme (TGP), dem Kühlsystem und der Speicherkonfiguration abhängen.
Selbst wenn die Massenproduktion tatsächlich bereits im vierten Quartal 2026 beginnt, bedeutet dies nicht automatisch einen sofortigen Verkaufsstart. Vor der Markteinführung müssen Notebook-Hersteller ihre Geräte validieren, BIOS-Versionen fertigstellen und die Serienproduktion vorbereiten. Einzelne Modelle könnten zwar noch Ende 2026 erscheinen, eine größere Auswahl dürfte jedoch erst in den ersten Monaten des Jahres 2027 verfügbar sein.
Sollten sich die Informationen bestätigen, würde AMD seine erfolgreiche X3D-Technologie erstmals in ein preislich attraktiveres Notebook-Segment bringen. Während der Ryzen 9 9955HX3D vor allem Enthusiasten und besonders teure Gaming-Notebooks adressiert, könnte der Ryzen 7 9800HX3D den Einstieg in die Welt des mobilen 3D V-Cache deutlich erschwinglicher machen.
Bislang sind allerdings weder Preise, Benchmarks noch konkrete Notebook-Partner bekannt. Auch die technischen Spezifikationen sollten bis zu einer offiziellen Ankündigung von AMD mit Vorsicht betrachtet werden.
Quelle: IT Home (China)

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