Gerücht: AMD Ryzen 7 7700X3D kommt als günstige Gaming-CPU

Neues CPU-Modell mit 3D V-Cache als attraktives AM5-Upgrade auf Zen-4-Basis

AMD arbeitet angeblich an einem weiteren Gaming-Prozessor auf Basis der Zen-4-Architektur und der bekannten 3D-V-Cache-Technologie. Der neue Ryzen 7 7700X3D soll innerhalb der X3D-Serie eine günstigere Position einnehmen und langfristig den aktuell noch erhältlichen Ryzen 7 7800X3D im Markt ergänzen oder sogar ersetzen.

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Laut Informationen eines bekannten Twitter-Leakers setzt der Ryzen 7 7700X3D auf dieselbe Grundkonfiguration wie der Ryzen 7 7800X3D. Erwartet werden 8 Kerne und 16 Threads auf Basis eines einzelnen Zen-4-CCD. Dazu kommt AMDs gestapelter 3D V-Cache, der bereits bei bisherigen X3D-Modellen für starke Gaming-Leistung gesorgt hat. Der Prozessor kombiniert offenbar 32 MByte nativen L3-Cache mit zusätzlichen 64 MByte 3D V-Cache. Insgesamt stehen damit 96 MByte L3-Cache zur Verfügung. Zusätzlich verfügt jeder Kern über 1 MByte L2-Cache.

Der größte Unterschied zum Ryzen 7 7800X3D dürfte bei den Taktraten liegen. Demnach arbeitet der Ryzen 7 7700X3D mit einem Basistakt von 4,0 GHz und Boost-Frequenzen von bis zu 4,5 GHz. Der Ryzen 7 7800X3D taktet dagegen mit 4,2 GHz Base und bis zu 5,0 GHz Boost. AMD könnte die niedrigeren Frequenzen bewusst nutzen, um den Chip unterhalb des 7800X3D zu positionieren und gleichzeitig einen attraktiveren Preis zu ermöglichen. Trotz der reduzierten Taktraten dürfte der Gaming-Fokus klar erhalten bleiben.

Die Stärke der X3D-Prozessoren liegt traditionell weniger in maximalen Taktraten als vielmehr im enormen Cache-Ausbau. Der zusätzliche 3D V-Cache reduziert Speicherlatenzen und verbessert die Datenbereitstellung in modernen Game-Engines, was sich insbesondere bei hohen Bildraten bemerkbar macht.

Daher wird erwartet, dass der Ryzen 7 7700X3D den regulären Ryzen 7 7700 in Spielen klar übertreffen kann. Auch gegenüber dem älteren, aber offenbar kürzlich als Jubiläumsedition neu aufgelegtem Ryzen 7 5800X3D dürfte die neue CPU Vorteile besitzen – nicht nur durch die modernere Zen-4-Architektur, sondern auch dank DDR5-Unterstützung und der aktuellen AM5-Plattform.

Leistungstechnisch soll sich der Ryzen 7 7700X3D leicht hinter dem Ryzen 7 7800X3D einordnen. Der 7800X3D wiederum liegt in aktuellen Gaming-Vergleichen etwa 5 Prozent hinter dem Ryzen 7 9800X3D und rund 9 Prozent hinter dem Ryzen 9 9850X3D. Damit könnte der neue Prozessor eine interessante Mittelklasse-Option für Spieler werden, die den Umstieg auf AM5 planen, aber nicht zu den aktuell teuersten Zen-5-X3D-Modellen greifen möchten.

Wie bei bisherigen AM5-Prozessoren wird auch beim Ryzen 7 7700X3D eine breite Kompatibilität erwartet. Besitzer aktueller AM5-Mainboards dürften die CPU per UEFI- beziehungsweise BIOS-Update nutzen können. AMD würde damit seine bekannte Plattformstrategie fortsetzen und Nutzern langfristige Upgrade-Möglichkeiten innerhalb desselben Sockels bieten.

Preislich dürfte sich der Ryzen 7 7700X3D zwischen Ryzen 7 7700 und Ryzen 7 7800X3D positionieren, die derzeit immer noch ab rund 210 respektive 335 Euro angeboten werden.

CPU-Übersicht der Ryzen 7000 Serie

Quelle: chi11eddog @ X

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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