Die Grafikkartenhersteller richten ihre Produktion offenbar erneut stärker auf ältere GeForce-Modelle aus. Hintergrund ist eine zunehmende Verknappung von Grafikchips der aktuellen GeForce RTX 50 Serie. Laut Meldungen aus der chinesischen Lieferkette sollen mehrere GPU-Anbieter ihre Produktionsschwerpunkte entsprechend anpassen.
Besonders gefragt sind demnach wieder die GeForce RTX 3060 und RTX 3050. Beide Modelle gehören noch zur Ampere-Generation und sind damit bereits mehrere Jahre alt. Dass Hersteller ausgerechnet auf diese Grafikkarten zurückgreifen, verdeutlicht die angespannte Versorgungslage bei neueren GPUs. Statt ausschließlich aktuelle Modelle zu fertigen, könnten die Board-Partner mit älteren Chips zumindest einen Teil ihres Angebots aufrechterhalten.
Als mögliche Ursachen für die angespannte Versorgungslage nennt der Branchenbericht aus China zwei Faktoren. Zum einen soll die Nachfrage aus dem Krypto-Mining wieder zugenommen haben. Zum anderen sorgt die laufende Rabatt- und Einkaufssaison im chinesischen Onlinehandel für zusätzliche Nachfrage. Zusammen sollen diese Entwicklungen die ohnehin begrenzten Lagerbestände bei den Grafikkartenherstellern und Distributoren weiter reduziert haben.
Einige Hersteller sollen bereits keine GeForce RTX 50 Grafikkarten mehr auf Lager haben, während andere nur noch geringe Stückzahlen liefern können. Gleichzeitig steigen die Preise für die verfügbaren Modelle. Als Alternativen empfehlen die Board-Partner ihren Vertriebskanälen neben der GeForce RTX 3060 mit 12 oder 8 GByte auch die RTX 3050 sowie bestimmte Radeon-Grafikkarten von AMD.
- ASUS Dual GeForce RTX 3060 OC V2 12GB
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Die Rückkehr der RTX 3060 ist dabei keine völlig neue Entwicklung. Nvidia hatte die ursprünglich 2021 für 329 Euro eingeführte Grafikkarte bereits im Juni 2026 wieder auf den Markt gebracht. Erste neue Modelle des chinesischen Herstellers Colorful wurden damals in dessen Heimatland ausgeliefert. Auch andere Hersteller wie Palit präsentierten anschließend neue Varianten. Die Fertigung auf Basis von Samsungs 8-Nanometer-Prozess bietet Nvidia offenbar eine Möglichkeit, ältere Grafikchips unabhängig von den knappen Fertigungskapazitäten für neuere Produkte bereitzustellen.
Allerdings ist die aktuelle Meldung zunächst auf den chinesischen Markt beschränkt. Ob sich die Situation in Europa und Nordamerika ähnlich entwickelt, lässt sich daraus nicht ableiten. Für PC-Spieler ist die Entwicklung dennoch ein weiteres Warnsignal: Wenn selbst ältere Grafikkarten wieder stärker in den Fokus rücken, während aktuelle Modelle knapp und teurer werden, dürfte die angespannte Versorgungslage den Grafikkartenmarkt auch zum Jahresende 2026 beschäftigen.
Quelle: Channel Gate (China)



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