Wie intel die X-Box gewann

Bekanntermassen hatte intel letzte Woche AMD einen Technischen KO versetzt, als der Prozessor-Gigant einen Tag vor der Ankündigung der Spielkonsole mit Microsoft einen Vertrag über die Ausstattung der X-Box mit intel-CPUs machen konnte.

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Nach Angaben einiger Analysten war AMD bereits so weit mit im Boot, dass sogar
schon einige Spiele-Entwickler zusammen mt AMD an der Programmierung von
Games für die X-Box saßen, deren ursprünglicher Launch
eigentlich noch für dieses Jahr geplant war. Da es aber eine Verzögerung bezüglich der Betriebssystem-Software von Microsoft für die X-Box gab, die die Konsole ins Jahr 2001 verschob, wurde intel noch die Möglichkeit eröffnet, Microsoft ein Angebot zu unterbreiten.
Offiziell wurden sowohl von intel als auch von Microsoft keine Gründe
für diesen Wechsel von Advanced Micro Devices zum Konkurrenten genannt.
Es wird aber gemunkelt, dass intel mit Dumping-Preisen für ihre Pentium III das Rennen gemacht hat. AMD war nach Angaben einer Sprecherin nicht bereit, ihre Athlons zu sogenannten "giveaway prices" zu verschleudern.
Ein weiterer Grund für das massive Engagement von intel könnte sein,
dass der CPU-Hersteller sich bisher noch nicht als Ausstatter von Consumer Products wie Videospielen, Set-Top-Boxen und tragbaren Mini-Geräten etablieren konnte und deshalb unbedingt diesen Deal brauchte, um auch in diesem Segment Fuß zu fassen.
Interessant ist auch, dass Microsoft die X-Box mit Double Data Rate Speicher bestücken und trotz intel-Prozessor kein Rambus nehmen wird. Nachdem die Sony Playstation II als erste Konsole mit Rambus Speicher ausgestattet ist, wurde hier mancherorts bereits eine Trendwende in Richtung Direct Rambus vermutet. Nun aber werden sowohl die X-Box als auch Nintendos nächste Konsolengeneration mit Namen Dolphin DDR SDRAM verwenden, so dass die SDRAM-Hersteller weiteren Aufwind verspüren.
Quelle: 
TechWeb

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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