FSAA und Bildqualität im Vergleich

3dfx, ATi oder nVidia - Wer macht das Rennen?

Ein entscheidendes Kaufmerkmal einer jeden Grafikkarte ist wohl die

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Geschwindigkeit. Doch das alleine zählt eben nicht immer. Was bringt
denn ein Grafikboard mit hoher Leistung, wenn man die dargestellten
Bilder mehr erraten als erkennen kann. Eine ausgewogene Balance zwischen
Performance und Bildqualität wäre die beste Wahl. Bei AnandTech hat man
sich den gängigsten Grafikchips mal angenommen und miteinander in den
oben genannten beiden Punkten verglichen.

Full Screen Antialiasing (FSAA) wird gegenwärtig bei 3dfx als Hardware-
Variante (T-Buffer) oder aber, wie bei nVidia, mittels Software (Detonator
Treiber) eingesetzt, was jedoch zum augenblicklichen Zeitpunkt keinen
Unterschied in Sachen Performance macht (die GeForce2 GTS ist jedoch auch in der Lage FSAA mittels Hardware darzustellen). Dabei ist es wichtig
zu verstehen, wieso die eine Karte teilweise „schneller“ ist als die
andere, wenn FSAA aktiv ist. Das 2 sample FSAA von 3dfx hat
die gleiche theoretische Geschwindigkeit wie das 2 sample FSAA von nVidia.
Hierbei wird einfach die mögliche Fillrate durch 2 geteilt. Der Unterschied
in der Leistung beider Karten liegt eben daran, das beide Karten
unterschiedliche Leistungsmerkmale besitzen.

Bei 3dfx kennt man zwei verschiedene FSAA-Modies. Einmal das 2 sample
FSAA und zum anderen 4 sample FSAA, welches mittels dem T-Buffer erreicht wird.
Beim einen werden 2 Bilder gerendert
und dann übereinander zu einem Frame gelegt, beim anderen sind es eben dann
4 Bilder, die erst verarbeitet, bevor sie zu einem Bild zusammengesetzt
werden. Das erledigt hierbei der T-Buffer. Die theoretische Fillrate
wird hierbei drastisch reduziert, sind es bei deaktiviertem FSAA noch
667 MPixels/s, beim 2 sample FSAA nur noch 333 MPixels/s und beim 4 sample
FSAA dann gar nur noch 166 MPixels/s. Im Vergleich: die Voodoo3 3500 besitzt
in etwa die gleiche Fillrate wie die Voodoo5 5500 beim eingeschalteten 2 sample FSAA.
Man merkt hierbei schon, wie Leistung mit FSAA drastisch zurück geht.
Und die Bildqualität? Nun, die Kantenglättung steigt natürlich beim
2 sample FSAA gegenüber deaktiviertem deutlich an, jedoch der Sprung vom
2 sample FSAA auf 4 fachem FSAA fällt bei weitem nicht so hoch aus, wie
man vielleicht gehofft hat. Aber darüber kann man streiten… 🙂

Kommen wir zu ATi. Mit der Radeon besitzt der Grafikchiphersteller nun
ebenfalls ein Modell, welches FSAA unterstützt. Hier jedoch kennt man
nur eine Stufe, entweder abgeschaltet (FSAA off) oder aktiviert (4x FSAA).
Der Effekt ist natürlich der gleiche wie bei der Voodoo5 5500. Auch hier wird
die Fillrate auf 1/4 reduziert, welches dann heftig zu Lasten der
Performance geht. Allerdings wird hier ein anderes Verfahren eingesetzt
als bei 3dfx, nämlich das sogenannte „supersampling“. Dazu wird die
augenblickliche Auflösung um einen bestimmten Faktor multipliziert,
das Bild in der höheren Auflösung gerendert und dann wieder auf die
ursprüngliche Auflösung herunter skaliert. Bei der Darstellung wirkt
sich das dann in etwa so aus wie bei der Voodoo5 5500 mit aktiviertem
4 sample FSAA…

Und nun zum dritten im Bunde – nVidia und die GeForce2 GTS. Ganz wie
bei ATi wird hier das „supersampling“ Verfahren angewendet. Der einzige
Unterschied liegt hier in der feineren Einstellung des FSAA. Gleiches
Spiel wie bei den anderen Karten, auch hier leidet die Geschwindigkeit
bei eingeschaltetem FSAA. Allerdings hat die GeForce2 genügend Reserven,
um bei aktiviertem 4 sample FSAA noch einigermassen flüssig zu laufen.
Auch hier wieder eine deutliche Verbesserung des Bildes mit FSAA…

Bei einem direkten Vergleich erkennt man kaum Unterschiede zwischen den
einzelnen Karten und FSAA-Arten. Die Voodoo5 5500 besitzt weichere Kanten,
hingegen ATi und nVidia das schärfere Bild liefern. In Sachen Performance
liegen die Karten eigentlich so, wie ich zu Anfang schon erwähnt habe. Die
GeForce2 ist eben zur Zeit die schnellste Grafikkarte auf dem Markt und
schlägt somit auch im FSAA-Geschwindigkeits-Benchmark die beiden anderen
Boards.

Fazit – alle drei Karten liefern mit eingeschaltetem FSAA eine deutliche
Verbesserung der Bildqualität, doch verzeichnen auch derbe Einbußen
bei der Geschwindigkeit. Es liegt nun an jedem selbst, ob er lieber ein
flüssiges Spiel will oder doch lieber mehr Wert auf bessere Grafik legt.
In diesem Sinne, fröhliches Vergleichen… 😉

Quelle: AnandTech

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