Speichernachfrage sinkt

Laut Micron soll der Absatz um 50% sinken

Wie inzwischen jeder wissen dürfte, befinden sich die DRAM-Speicherpreise auf einem historischen Tief. Die Preise liegen sogar unter den Herstellungskosten. Dennoch geht der größte amerikanische Speicherchiphersteller Micron von einer drastisch sinkenden Nachfrage in diesem Jahr aus. Bisher stieg die Nachfrage um rund 90% im Jahr. In diesem Jahr erwartet man jedoch eine um 50% gesunkene Nachfrage gegenüber dem Vorjahr. Dieser Nachfrageeinbruch erscheint auf dem ersten Blick drastisch. Wenn man jedoch bedenkt, dass so gut wie alle Firmen der Computerbranche Gewinnwarnungen ausgeben mussten und von einer gesunkenen Nachfrage ausgehen, erscheinen die Zahlen plausibel. Die Kunden haben überwiegend zur Jahrtausendwende oder beim Umstieg auf Windows 2000 aufgerüstet. Spätestens nachdem die Preise für 128MB unter die 100DM Grenze sanken, dürfte jeder zugegriffen und sich mit Speicher eingedeckt haben.

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Derzeit besteht einfach kein weiterer Bedarf an noch schnelleren Rechnern und noch mehr Speicher. Wieso sollte man einen 500MHz PC mit 128 oder gar 256MB RAM auch aufrüsten? Höchstens der Windows ME Nachfolger Windows XP könnte für leichte Nachfrage sorgen, ist doch der Speicherbedarf der neuen Oberfläche Luna sehr hoch.

Angesichts der Aussagen des Micron Chefs erscheint der drastische Preisanstieg in Deutschland unlogisch. Wenn die Nachfrage sinkt, die Produktion jedoch auf unvermindert hohem Niveau weiterläuft, müßten die Preise eher sinken bzw. zumindest gleich bleiben. Dies dürfte den Gerüchten, der dt. Handel halte die Preise künstlich hoch, neuen Auftrieb verleihen.

SDRAM Module

Quelle: ZDNet

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