DVD+RW langsam marktreif?

Ricoh möchte endlich Vorserienexemplare präsentieren

Die CD-Technologie haben zwei Unternehmen entwickelt: Sony und Panasonic. Jeder, der CDs bzw. Laufwerke vertreibt, muss Lizenzentgelte an diese beiden Firmen zahlen. Damit sich dies bei der Nachfolgetechnik nicht wiederholt, schlossen sich alle großen Hersteller optischer Laufwerke zusammen und entwickelten die DVD. Bei den (wieder-) beschreibbaren DVDs klappte dies leider nicht. So kam es, dass der eine Hersteller an dem Standard arbeitet und der andere an jenem. Hewlett-Packard, Philips, Ricoh, Sony, Thomson und Yamaha entschieden sich, gemeinsam die DVD+RW zu entwickeln. Vorteil gegenüber der einzigen bisher erhältlichen DVD-Rewritable-Lösung (DVD-RAM von Hitachi, Panasonic und Toshiba) ist, dass alle gängigen DVD-Player die DVD+RW lesen können sollen. Die DVD-RAM kommt in einer Cardridge daher und kann nur in speziellen DVD-RAM Laufwerken gelesen werden. Problem ist nur, dass die DVD+RW Laufwerke selbst Jahre nach dem ersten DVD-RAM Laufwerk noch nicht käuflich sind.

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Auf der Cebit möchte Ricoh nun endlich einen ersten Prototypen vorführen. Damit tritt man zwar erst Jahre nach der DVD-RAM, aber noch vor dem dritten konkurrierenden Standard DVD-RW (von Pioneer und Sharp) an die Öffentlichkeit.

Der Brenner soll das ATAPI-Interface nutzen und als modifizierter CD-Brenner daherkommen. In einen gewöhnlichen 12/10/32-Brenner wurde einfach noch ein zweiter Laser eingebaut, welcher sich um das Lesen und Beschreiben der DVD+RW kümmert. Letztere soll mit 2,5xDVD beschrieben werden, was etwa 22,5xCD entspricht.
Auf den Markt kommen soll das Gerät im 4. Quartal 2001. Philips kündigte bereits einen Videorekorder auf DVD+RW-Basis an.

Quelle: Heise

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