Rundgang durch eine Mainboardfabrik

MSI gewährte Einblicke in ein chinesisches Werk

Die Hersteller von Computerzubehör lassen sich nicht gern hinter die Kulissen schauen, Fotos aus den Fabriken sind entsprechend selten. MSI gewährte nun den Redakteuren von VIAHardware Einblicke in ein chinesisches Werk. Mit Kameras bewaffnet, beobachteten sie die Entstehung eines K7T Turbo Mainboards.

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Bei der Besichtigung kamen einige interessante Dinge heraus. So wird die Fabrik mitnichten 24h am Tag und 7 Tage die Woche betrieben, wie es bei Halbleiterherstellern üblich ist. Nach zwei 8h Schichten gehen die Lichter aus, ebenso am Sonntag. Lediglich bei hoher Nachfrage wird rund um die Uhr gearbeitet. Pro Board werden 45min Produktionszeit eingeplant. So können pro Tag 3.000 Mainboards hergestellt werden.

Erstaunlich aber wahr, ein Großteil der Arbeit wird noch von Hand erledigt. Vermutlich sind die dortigen Arbeitnehmer günstiger als teure Industrieroboter. MSI zahlt den chinesischen Fabrikarbeitern $1.200 im Jahr (!!!), normalerweise werden in China sogar nur $900 gezahlt.
Von der Installation der externen Anschlüße, über das Anlöten der PCI- und AGP-Slots bis hin zur Endkontrolle und Verpackung wird fast alles von Menschenhand erledigt.
Am Ende erreicht MSI eine Ausbeute von 97%, d.h. 97% aller Mainboards funktionieren bei der Endkontrolle. Durchgefallene Boards werden jedoch nicht einfach entsorgt, vorher versucht man noch, sie zu reparieren.

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Quelle: E-Mail

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