Microsoft Xbox vs. Nintendo GameCube - Seite 7

Beide kommenden Spielkonsolen von Microsoft und Nintendo getestet

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Die Xbox im Einsatz

Microsoft bietet mit der Xbox quasi einen vollwertigen PC mit dem Unterschied, dass ein zukünftiges Aufrüsten einzelner Hardwarekomponenten entfällt. Über Systemanforderungen, Patches oder Treiber braucht sich der Käufer keinerlei Gedanken zu machen. DVD-ROM einlegen und loslegen heißt hier die Devise.
Herzstück ist ein speziell für die Anforderungen der Konsole optimierter Intel Pentium III Prozessor mit 733 MHz Taktfrequenz, der zudem erweiterte ISSE Routinen beherrscht.
Das Mainboard wurde mit dem speziell modifizierten 250 MHz nVidia NV2A Chip bestückt. In Kombination mit dem DDR SDRAM Hauptspeicher, welcher direkt auf das Mainboard gelötet wurde, erreicht die Xbox eine Speicherbandbreite von 6,4 Gigabyte/s. Gegenüber einer GeForce3 Grafikkarte ist die XGPU nicht nur schneller getaktet, sondern verfügt zudem über zwei Vertex Shader, die für weitere Geschwindigkeitsvorteile sorgen.
64 MB Hauptspeicher klingen für PC Anwender zwar nicht sonderlich aufregend, dies relativiert sich jedoch, da keinerlei RAM für ein aufwändiges Betriebsystem geopfert werden muss.
So zeigt sich Microsoft in diesem Kriterium der Konsolenkonkurrenz weit überlegen, was durch die vereinte Speicherarchitektur nochmals verdeutlicht wird. Damit lässt Microsoft den Programmierern erheblich mehr Freiheit bei der Kapazität von Haupt- bzw. Grafikspeicher.
Benchmarkwerte wie eine darstellbare Polygonleistung von 125 Millionen/s, Partikelleistung von 150 Millionen/s, vier gleichzeitig darstellbare Texturen bei einer Texturkompression von 6:1 sprechen für eine überlegene Grafikpower der Konsole. Bereits Launchtitel wie der First Person Shooter „Halo“, das Rennspiel „Project Gotham City“ oder die Martial Arts Simulation „Dead or Alive 3“, glänzen mit detaillierten Grafiken, aufwändigen Licht-/Spiegeleffekten und realistischen Texturen, wie sie bisher auf einem Videospielsystem noch nicht zu sehen waren.
Mit einer maximalen Auflösung von 1920 x 1080 ist die Xbox auch im Hinblick auf HDTV-Geräte zukunftssicher konzipiert. Für die bestmögliche Bildqualität muss allerdings zusätzlich das Advanced AV Pack oder das High Definition AV Pack für Progressive Bildwiedergabe erworben werden. Auf handelsüblichen Fernsehern wird die grobe Auflösung durch Vollbild Anti Aliasing ausgeglichen, so dass es zu keiner hässlichen Treppchenbildung an Polygonkanten kommt.


Halo
Halo

Ähnlich einem Kompakt-DVD-Player kann das ausgegebene Bildformat der Xbox an 16:9 oder 4:3 Fernseher angepasst werden. Diese Funktion beeinflusst sowohl die DVD-Wiedergabe wie auch die Spiele. Einmal im Setup eingestellt, prüft die Konsole automatisch, ob das Spiel den 16:9 „enhanced “ Modus unterstützt und aktiviert diesen gegebenenfalls.
Wie bereits eingangs erwähnt ist mit der Xbox von Werk aus keine DVD-Wiedergabe möglich. Um dies zu ermöglichen, muss ein sogenanntes „DVD Movie Playback Kit“ für knapp 50€ zugekauft werden. Ein kleines Empfängermodul wird dazu in einen der Controller Ports eingesteckt, um die Kommunikation mit der Fernbedienung zu ermöglichen. Anschließend steht der komplette Menü-Umfang eines DVD-Players zur Verfügung wie Szenen-Auswahl, alternative Kameraperspektiven, Kindersicherung etc.


DVD Kit
DVD Movie Playback Kit

Der MCPX X3 Soundchip dekodiert Signale in Dolby Digital (AC-3). Insgesamt stehen 256 Tonkanäle zur Verfügung, wovon bis zu 64 hardwarebeschleunigt ausgegeben werden können. Dadurch entsteht ein äußerst kraftvolles Klangerlebnis mit verblüffenden 3D-Effekten.
Bereits ein Großteil der knapp 20 Launchtitel unterstützt 5.1 Dolby Digital – Advanced AV Pack (mit integriertem optischem Digitalausgang) und entsprechende Surround Sound Anlage vorrausgesetzt. Als hochwertige Heimkinokomponente disqualifiziert sich die Konsole allerdings aufgrund des deutlich hörbaren Grundrauschens von Lüfter, 5fach DVD-Laufwerk und der Festplatte.

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