Microsoft Xbox vs. Nintendo GameCube - Seite 5

Beide kommenden Spielkonsolen von Microsoft und Nintendo getestet

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Steuerung

GameCube Pad
Ähnlich unterscheiden sich die mitgelieferten Controller der beiden Konsolen voneinander. Nintendo verschmelzt Stilelemente des alten N64-Gamepads mit dem des Sega Dreamcast Controllers. Die Designer um Mastermind Shigeru Miyamoto haben sich von den klobigen drei Griffen des N64-Pads verabschiedet und sind reumütig zu den handlicheren Zwei zurückgekehrt. Geblieben sind auf der linken Seite sowohl ein analoger 3D-Stick wie auch das digitale Steuerkreuz, welches nun allerdings ohne lästiges Umgreifen wesentlich einfacher mit dem Daumen zu erreichen sind.
Auf der rechten Seite wurden die bekannten gelben C-Buttons in einen Mini-Joystick gepackt, welcher die Aktionsmöglichkeiten in den Spielen entscheidend erweitert. So ist es beispielsweise in „Luigi’s Mansion“ möglich, den Charakter mit dem 3D-Stick zu steuern, während über den C-Stick Gegenstände wie beispielsweise eine Taschenlampe unabhängig davon bewegt werden können.
Da der Spielspaß auch bei den Next-Generation Konsolen nicht linear mit der Anzahl der Knöpfe auf dem Joypad steigt, findet sich rechts ein zentraler großer Button, um den halbkreisförmig drei Support-Knöpfe angeordnet sind. Diese lassen sich beim Spielen aufgrund ihrer Lage sehr intuitiv bedienen.
Die Shoulderbuttons wurden durch zwei analoge Trigger ersetzt, wobei man sich offensichtlich stark von Segas Dreamcast Controller inspirieren ließ. Gerade beim Einsatz z.B. in Rennspielen, aber auch in First Person Shootern, hat sich dieses Konzept bereits bestens bewährt.
Der vom Nintendo 64 bekannte Z-Trigger ist nun vor der rechten Schultertaste platziert und fungiert lediglich als weiterer Druckknopf. Eine Rumblefunktion ist fest in den Controller integriert und muss nicht mehr optional zugekauft werden. Das Verlegen der Memory Card Slots vom Pad auf das Gehäuse der Konsole spart weiteren Platz und ermöglicht ein angenehmes Gewicht von 270g.


Xbox Controller
Xbox Controller

Im direkten Vergleich wirkt der Xbox Controller auf den ersten Blick sehr klobig und unhandlich, ganz offensichtlich nicht für Kinderhände gedacht. Nachdem Microsoft bereits auf vielfältige Erfahrung in der Entwicklung von Joysticks verweisen kann, waren die Erwartungen entsprechend hoch gesteckt.
Das Xbox-Pad verfügt über ein drei Meter langes Anschlußkabel, zwei Analogsticks sowie ein Digi-Kreuz ähnlich dem des PC-Sidewinder-Controllers. Die Analogsticks machen einen hochwertigen Eindruck und ermöglichen präzise Steuerkommandos. Das Digitalkreuz kann diesen positiven Eindruck leider nicht bestätigen, da es äußerst schwammig reagiert und der Daumen auf der rutschigen Oberfläche allzu leicht abrutscht. Gerade bei Fighting Games wie „Dead or Alive 3“ sorgt dies leider für unsaubere Steuerkommandos.
Desweiteren besitzt das Pad insgesamt sechs Action- und zwei Schultertasten, die allesamt analog über 256 Stufen abgefragt werden. Für Spezialkommandos sind oberhalb der vier diamantförmig angeordneten Hauptbuttons zwei zusätzliche kleinere Knöpfe platziert. Allerdings ist es nahezu unmöglich, diese beiden Tasten mit den Fingern zu erreichen.
Zwei Rüttelmotoren im Inneren des Controllers übertragen die Action vom TV-Screen direkt in die Hände des Spielers.
Ähnlich dem Sega Dreamcast Pad befinden sich am Kopfende des Joypads zwei Einschübe für Memory-Cards, die zukünftig auch als Schnittstellen für Headsets oder andere Peripheriegeräte dienen werden.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Xbox Controller über ein 1,5 MBit Bussystem an die Konsole angeschlossen sind. Laut Aussage von Microsoft soll es damit möglich sein, Sprach- oder Bilddaten zu übertragen. Es ist also zu erwarten, dass in nicht allzu langer Zeit sprachgesteuerte Spiele oder Onlinegames mit Livebild erscheinen werden.
Ein nettes Detail am Rande: In das Kabel ist eine Sicherheits-Kupplung integriert, die sich öffnet, falls man darüber stolpern sollte. So kann die Konsole nicht mehr durch ein herumliegendes Pad vom Tisch gerissen werden. Wem so ein Missgeschick schon mal passiert ist, wird dieses Feature zu schätzen wissen.

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