Drei KT333 Mainboards im Vergleich - Seite 8

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Albatron KX400+ Pro

Preis k.A.
Hersteller Albatron
Software Adobe Acrobat Reader, PC-Cillin (Antivirus), Treiber
Beilagen Handbuch (englisch), PC-Bauanleitung im Posterformat, Slotblech mit 4 USB 2.0 Buchsen, Kabel: 1x ATA133, 1x FDD


Albatron KX400+ Pro Box
Albatron KX400+ Pro Box

Der taiwanesische Hersteller Albatron hat erst in diesem Jahr die Bühne der Mainboard-Hersteller betreten. Früher war die Firma unter dem Namen „Chun Yun Electronics“ bekannt und produzierte in erster Linie Monitore und Fernsehgeräte. Die Entscheidung „Neuland“ zu betreten, hing nicht unwesentlich mit der Einstellung von Jack Ko als neuem CEO zusammen, welcher als Mitgründer der Firma Gigabyte reichlich Erfahrung auf diesem Sektor hat. Mittlerweile hat Albatron bereits einige Grafikkarten auf dem Markt. Die Mainboards scheinen die deutschen Händlerregale jedoch noch nicht erreicht zu haben.
Wie eingangs schon erwähnt ist das wohl auffälligste Merkmal des KX400+ Pro die – zumindest versprochene – Unterstützung von DDR400 Speicher. Das DDR400 Logo ziert dann auch gleich die silbern-grüne Verpackung des Boards. Wenn man allerdings ein bisschen dichter ran geht, bemerkt man eine kleine Fußnote an dem Logo, die da lautet: „Overclocked“.
Wie weit ist es also her mit der Unterstützung des neuen Speichers und wie wirkt er sich im Vergleich zu DDR333 aus? Das waren die interessanten Fragen, die – soviel vorweg – leider nicht wirklich beantwortet werden konnten.

Albatron KX400+ Pro Southbridge
Das KX400+ Pro ist bereits mit einer VT8235 Southbridge ausgestattet. Es bietet also folglich USB 2.0 Support. Weiterhin stehen ein 6-Kanal Audio Chip (AC’97) und der bereits von Gigabyte bekannte BIOS-Mirror auf der Liste. Dazu kommt eine Funktion, die sich „Voice Genie“ nennt. Vorrausgesetzt, man stellt eine spezielle Audioverbindung zu einem Lautsprecher her, funktioniert der Voice Genie ähnlich wie auf anderen Boards die Diagnose-LEDs. Er ist in der Lage, aufgetretene Fehler akustisch zu benennen, und das in Englisch, Chinesisch, Japanisch und – man höre und staune – Deutsch. Die Entscheidung, ob so eine Funktion nun eher als sinnvoll oder aber als Spielerei zu bewerten ist, sei jedem selbst überlassen.


Albatron KX400+ Pro Platine
Albatron KX400+ Pro Platine

Das Layout des KX400+ Pro ist leider nicht durchweg gelungen. Das Board ist noch etwas schmaler als das KT3 Ultra von MSI. Das führt zu ähnlichen Problemen bezüglich des überstehenden Randes und der relativen Enge auf dem Board. Es muß die Grafikkarte entfernt werden, um an die Speicherslots zu kommen. Obwohl ein RAID-Controller fehlt – und somit ja auch zwei IDE-Ports – ist es Albatron nicht gelungen, ausreichend Platz für die ganz großen CPU-Kühler zu lassen. Das ist bei einem Board, welches ein „Overclocking“-Logo auf seiner Verpackung prangen hat, natürlich ärgerlich.


Albatron KX400+ Pro Sockel
Albatron KX400+ Pro Sockel

Im BIOS des KX400+ Pro finden sich neben den üblichen und selbstverständlichen Optionen ein paar hervorhebenswerte Besonderheiten. Der Front Side Bus lässt sich zwischen 100 und 233 MHz frei wählen, die VCore-Spannung ist zwischen 1,100 und 1,850 Volt verstellbar und es gibt Warnfunktionen bei überhitzter CPU, offenem Gehäuse und ausgefallenem Lüfter. Des weiteren findet sich dort ein „Watch Dog Timer“, welcher bei zu starkem Overclocking das System mit sicheren Einstellungen rebootet, was einem den Griff zum CMOS-Reset-Jumper auf der Platine erspart.
Was das Overclocking angeht, sind zumindest vom BIOS-Setup her also gute Bedingungen geschaffen. Dazu käme dann eigentlich noch die schon angesprochene DDR400-Unterstützung. Diese wird normalerweise erreicht, indem man einen eigens dafür vorgesehenen Multiplikator einstellt, der sich auf den FSB bezieht. Um auf die 400 MHz zu kommen, reicht der normale 133 MHz FSB jedoch nicht aus. Es muss also übertaktet werden. Bei dem Versuch, den erhöhten FSB per Multiplikator wieder auszugleichen, mussten wir feststellen, das ein Verstellen des Multiplikators – trotz unlocked Athlon – nicht möglich war.
Der im Handbuch angeführte Jumper für den Multiplikator war leider auch nach langem Suchen auf unserem Test-Board nicht zu entdecken.
Somit konnte der DDR400-Speicher leider nicht zeigen was er kann.
Mit PC2700/DDR333 Speicher lief das Board allerdings problemlos und – wie man oben anhand der Benchmarks sieht – schnell.

Fazit

Durch die nicht wirklich gut funktionierende DDR400-Unterstützung und das mangelhafte Boarddesign konnten die interessanten Seiten des Albatron KX400+ Pro nicht zur Geltung kommen. Wären diese Mängel nicht gewesen, so stünde hier eine klare Kaufempfehlung – zumindest für ambitionierte Overclocker. Es bleibt abzuwarten, ob die Fehler behoben sein werden bis das Board in den Händlerregalen steht.
Da außerdem der Multiplikator eines ungelockten Athlon nicht verändert werden konnte, musste die Übertaktungsfähigkeit im Gesamtresultat deutlich abgewertet werden.
Im unübertakteten Betrieb stellte sich unser Testexemplar bereits als sehr stabil und schnell heraus. Das lässt auf gute Albatron-Produkte in der Zukunft hoffen.

Auf eine komplette Gesamtwertung müssen wir aufgrund des fehlenden Preises in Deutschland noch verzichten. Der Rest der Platine ist nach momentanem Stand so zu bewerten:

Bewertung

Albatron KX400+ Pro

Preis (10%)
Performance (18%)
Übertaktungsfähigkeit (18%)
Handhabung (18%)
Dokumentation (18%)
Ausstattung (18%)
Gesamt
k.A.
8
3
5
5
5
k.A.

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