nVidias Zukunftspläne

Wie geht es nach GeForce FX5900 und FX5600 weiter?

Die aktuellen Produkte von nVidia im Performance-Bereich heißen GeForce FX5600 (NV31 Grafikchip) und FX5900 (NV35 Grafikchip), die es beide auch als Ultra-Versionen gibt bzw. geben wird. Aber wie geht es danach weiter? Dazu sind in letzter Zeit verschiedene inoffizielle Informationen und Gerüchte aufgetaucht.

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Im mittleren Segment wird nVidia auf den NV31 den NV36 folgen lassen, der bekanntlich eine etwas abgespeckte Variante des aktuellen High-End Grafikchips NV35 mit nur halb sovielen Pixel-Pipelines (4 statt 8) darstellt. Entgegen ersten Meldungen soll der NV36 aber nun doch als erster Chip vom neuen nVidia-Partner IBM in 130nm Technologie gefertigt werden. Die neue Grafikeinheit hat angeblich bereits ihr Tape-Out hinter sich, d.h. das Design ist fertig und nun wird die Massenproduktion vorbereitet. Dies dauert üblicherweise zwischen drei und vier Monate, so dass erste Grafikkarten mit dem NV36 (GeForce FX5700?) wie erwartet im Herbst erscheinen könnten.

Im High-End Segment wird nVidia voraussichtlich noch in diesem Jahr den NV40 ankündigen, aber vermutlich werden die ersten Grafikkarten dieser Art dann erst Anfang 2004 erhältlich sein. Die Spezifikationen des NV40 sind entgegen anderlautender Gerüchte aber wohl noch nicht endgültig definiert. Hier hat nVidia ja auch noch ein wenig Zeit, denn auch ATI Technologies dürfte mit einem komplett neuen High-End Grafikchip (R400? R420?) erst Anfang 2004 auf den Markt kommen.
Der in 130nm Prozesstechnologie zu fertigende NV40 wird mit ziemlicher Sicherheit von IBM produziert werden, so dass für den bisherigen großen nVidia-Partner TSMC in Taiwan “nur noch“ die Mainstream-Chips übrig bleiben.
Angeblich möchte nVidia beim NV40 einen Chiptakt zwischen 550 und 600 MHz erreichen. Als realer Speichertakt ist 700 bis 800 MHz geplant, was durch die Double Data Rate Technologie auf effektiv 1400-1600 MHz hinauslaufen würde. Dies sind allerdings nur die selbstgesteckten Ziele von nVidia. Es ist noch völlig unklar, ob diese realistisch und erreichbar sind. Dies dürfte sich auch erst anhand der ersten Musterchips herausstellen.

Um die Zeit bis zu den komplett neuen High-End Grafikchips zu überbrücken, ist es außerdem möglich, dass nVidia und ATI im Herbst nochmal mit leicht überarbeiteten Versionen der aktuellen NV35 und R350 (R360?) an den Start gehen werden, die vermutlich außer einer leichten Takterhöhung nicht viel Neues bringen werden.

Quelle: NFI

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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