Mehr Mainboards aus China

Die größten Platinen-Hersteller verlagern Produktion ins Reich der Mitte

Nach derzeitigen Einschätzungen werden bis Ende des Jahres mehr als die Hälfte aller von den vier größten Mainboard-Herstellern produzierten Platinen in China gefertigt sein. Mittlerweile ist die Produktion in China nach Ansicht von ASUS, ECS, Gigabyte und MSI offenbar auf einem genügend hohen Standard, um die gleiche Qualität wie bei der bisher überwiegend in Taiwan stattfindenden Fertigung zu gewährleisten.

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Elitegroup Computer Systems (ECS) hat erst kürzlich eine Fabrik in Taiwan an ASUS verkauft und stellt deshalb jetzt alle seine Mainboards in Südchina her. Dies schließt auch die Produktion von Teilen und Komponenten ein. ECS besitzt derzeit eine Kapazität von 1.8 bis 2 Millionen Platinen pro Monat.

Wenn ASUS seine neue Fabrik in Suzhou (Provinz Jiangsu – China) fertig gestellt hat, dürfte das Unternehmen in der Lage sein, drei Millionen Mainboards pro Monat auszuliefern. Die eine Hälfte davon würde aus China kommen, die andere Hälfte aus Taiwan.
Micro-Star International (MSI) hat unterdessen seine Produktion in Chongho (Taiwan) im Juni zurückgefahren und ein Teil der Anlagen nach Kunshan (ebenfalls in Jiangsu) transferiert. Derzeit besitzt man 29 Fertigungslinien in China und über 50% aller Platinen von MSI kommen somit aus dem Reich der Mitte.
Bei Gigabyte kamen bis Ende letzten Jahres nur 30% aller Mainboards aus chinesischer Herstellung, der größere Teil aus Taiwan. Allerdings hat man inzwischen ebenfalls die Fertigung in Taiwan reduziert und gleichzeitig die Produktion in Dongguan (Provinz Guangdong – China) angezogen. Die momentane Kapazität von 1.15 Millionen Platinen pro Monat soll bei Gigabyte angeblich bis Jahresende auf 1.5 Mio. erhöht werden.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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