P4 EE mit neuem Halbleiterdesign

Ab April kommen acht Verdrahtungsebenen zum Einsatz

Intel wird ab dem 2.4.2004 Prozessoren der Pentium 4 Extreme Edition und Xeon Serie mit acht Verdrahtungsebenen ausliefern. Die Verdrahtungsebenen verbinden die einzelnen Funktionsblöcke des Prozessorkerns. Bislang kam der Prozessorkern mit sechs dieser aus Kupfer bestehenden Ebenen aus.

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Je mehr Ebenen die Prozessorentwickler einsetzen, desto kürzer können theoretisch die Signalwege gehalten werden. Und kürzere Signalwege machen u.a. höhere Taktfrequenzen möglich. Bestes Beispiel dafür ist AMDs Thoroughbred B. Ihm spendierte man acht Verdrahtungsebenen, woraufhin er sich deutlich höher takten ließ als der Thoroughbred A mit sieben Ebenen.

Dass Intel sich zur Erhöhung der Ebenenanzahl und damit der Produktionskosten entschloß, verwundert ein wenig. Der Pentium 4 Extreme Edition erwieß sich schon mit sechs Ebenen als sehr taktfreudig. Und höhere Frequenzen als die zur Zeit lieferbaren 3400 MHz sind laut aktuellen Roadmaps nicht geplant.
Die Änderung im Produktionsprozess könnte darauf hindeuten, dass der Nachfolger des derzeit verwendeten Gallatin-MP Prozessorkerns länger auf sich warten läßt als ursprünglich geplant. Der Potomac sollte Anfang 2005 ausgeliefert werden. In der Zwischenzeit muss evtl. der Gallatin-MP mit seinen jetzt acht Verdrahtungsebenen einspringen.

Möglich ist aber auch, dass Intel schlicht und ergreifend die Ausbeute der in der Fertigung sehr teuren Kerne erhöhen möchte. Derzeit scheint sie nicht befriedigend zu sein. Wäre sie ausreichend, müsste man die 237mm² großen Transitormonster (Northwood 131mm²) nicht mit abgeschaltetem L3-Cache und 2400/2800 MHz für unter $150 verramschen.

Bis auf weiteres werden Prozessoren mit sechs und acht Ebenen parallel ausgeliefert. Die unterschiedlichen Prozessorkerne lassen sich leider nicht voneinander unterscheiden.

Dass viele Verdrahtungsebenen allein kein Garant für hohe Taktfrequenzen sind, beweist übrigens der Prescott. Er bekam sieben Verdrahtungsebenen verpasst, macht Intel aber anscheinend arge Probleme bei der Ausbeute.

Quelle: Intel

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