AMD64 mit DDR2 erst in 2005

Athlon 64 und Opteron unterstützen DDR2 SDRAM Speicher erst später

Bei der Einführung von DDR SDRAM als Hauptspeicher für PCs im Jahre 2001 war es noch umgekehrt. AMD und seine Chipsatz-Partner setzten für den Athlon Prozessor frühzeitig auf die neue Technologie, während Intel beim Pentium 4 zunächst bei Rambus bleiben wollte. Heute gibt Intel offen zu, dass man mit Direct Rambus DRAM auf das falsche Pferd gesetzt hatte. Der Markt hat diesen Speicher einfach nicht angenommen. Bei der Einführung von DDR2 SDRAM ist Intel jetzt aber von Anfang an dabei, wie man auch auf der CeBIT anhand der zahlreichen Pentium 4 Mainboards mit den Grantsdale und Alderwood Chipsätzen sehen konnte. Den neuen Speicher unterstützt Intel also schon in diesem Jahr. Bei AMD sieht das dagegen anders aus.

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Wie AMD jetzt offiziell verlauten ließ, hat man die Unterstützung für DDR2 SDRAM nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst in 2005 vorgesehen. Die Strategie von AMD richtet sich nach eigenen Angaben nach “Leistung, Preis und Verfügbarkeit“. Erst wenn alle drei Kriterien zufriedenstellend erfüllt sind, will der Intel-Konkurrent DDR2 SDRAM implementieren. AMD wurde auch konkret (aus dem Englischen übersetzt):

AMD wird DDR2 erst unterstützen, wenn es vernünftig ist.

  • Wenn DDR2-667 eingeführt ist und die Leistungsgewinne groß genug sind, um die Einbußen durch die höheren Latenzzeiten von DDR2 zu kompensieren.
  • Wenn der Premium-Preis von DDR2 sinkt. Leider ist nicht klar, ob alle Punkte erfüllt sein müssen aus der Sicht von AMD, oder ob ein Kriterium ausreicht. Die Einführung von DDR2-667 SDRAM wird allgemein erst im zweiten Quartal 2005 erwartet.

    Die Unterstützung neuer Speichertechnologien oder auch schnelleren Speichers ist bei den AMD Athlon 64 (FX) und Opteron Prozessoren nicht ganz so einfach wie bei Intel, weil der Memory Controller in den AMD64 CPUs integriert ist und nicht mehr im Chipsatz sitzt. AMD muss also neue, an den neuen Speicher angepasste Prozessormodelle auf den Markt bringen, bevor diese Serien DDR2 SDRAM Hauptspeicher unterstützen können. Aktuelle AMD64 CPUs können nicht nachträglich um DDR2 erweitert werden. Andererseits ist es aber für die Mainboard-Hersteller sehr einfach, wenn Athlon 64 und Opteron mit DDR2 Speichercontroller kommen. Sie benötigen keine neue Northbridge, sondern tauschen lediglich den bisherigen 184-Pin DDR1 Speichersockel gegen den 240-Pin DDR2 DIMM aus.

    An dieser Stelle sei nochmal bekräftigt, dass in Kürze erhältliche DDR2-400 und DDR2-533 SDRAM Speichermodule (wie z.B. von Corsair) keine Leistungsgewinne gegenüber DDR400 bzw. DDR533 SDRAM bieten. DDR2 SDRAM wird seine Vorteile erst bei höheren Taktfrequenzen ausspielen können.

    ASUS P5AD2 (Alderwood)
    CPU- und Speichersockel des kommenden ASUS P5AD2 (Alderwood)

    Quelle: AnandTech

  • Frank Schräer

    Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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